18.01.2021 19:26

Die Rückkehr nach Ingolstadt

Kategorie(n): Aktuell | Autor: Krischan Läubin

Mit einem hart umkämpften 2:1 Sieg und einer Galavorstellung von Joacim Eriksson starteten die WILD WINGS am 20.12.20 beim ERC in die laufende Saison.

Seitdem spielen beide Mannschaften im Vorderfeld der Gruppe B und scheinen momentan ernsthafte Kandidaten im Kampf um die Playoffs zu sein. Im ersten Aufeinandertreffen waren die WILD WINGS die effizientere Mannschaft in einem Spiel auf Augenhöhe, bei dem Ingolstadt gar die Mehrzahl an Torchmöglichkeiten hatte, aber immer wieder an einem überragenden Joacim Eriksson im Tor der Schwenninger scheiterte.

Haben die WILD WINGS München verdaut?

Die Enttäuschung war allen Beteiligten in der Helios Arena aus dem Gesicht zu lesen und niemand machte einen Hehl daraus, dass die 4:6 Niederlage nach dem Spielverlauf eine ganz bittere Pille war. Je mehr Zeit nach dem Schlusspfiff verging, umso positiver waren dann aber auch die Gesprächsinhalte, was ich über die vergangenen Tage auch weiterhin fortsetzte in denen der Lernfaktor in den Vordergrund rückte. „Die Lehren aus dem Spiel sind einfach, dass man gerade gegen eine solche Mannschaft nicht plötzlich versucht ein anderes Spiel zu spielen, sondern man defensiv weiterhin über das ganze Spielfeld kompakt bleiben muss und gerade gegen München brauchst du das, die dann auch wieder ein hervorragendes Spiel bei uns gemacht haben. Das zeigt einem auch wieder, dass eine 4:1 Führung, insbesondere nach dem ersten Drittel, keine Garantie für den Sieg ist. Wir dürfen uns da zukünftig nicht mehr dazu verleiten lassen zu denken es geht dann mehr oder weniger von alleine so weiter, beziehungsweise zu offensivorientiert in unseren Gedanken werden. Denn es gilt immernoch und in solchen Momenten erst recht: Defensive vor Offensive“, zieht Christof Kreutzer hilfreiche Impulse aus der Niederlage.

In Summe bleiben aus den vier Spielen gegen Mannheim und München drei Zähler auf dem Punktekonto und die Erkenntnis in jedem Spiel nah dran gewesen zu sein, an den absoluten Top-Teams der Gruppe Süd und wahrscheinlich sogar der gesamten Liga.

Ingolstadt will mehr.

Das Team von Headcoach Doug Shedden gilt gemeinhin als heißestes Eisen in der Gruppe Süd, hinter den beiden oben genannten Favoriten. Noch scheinen die Unterfranken aber den eigenen Ansprüchen etwas hinterher zu hinken. Was auch die Statistik verdeutlicht. Powerplay (16,67 %) und Unterzahl (80,77 %) rangieren aktuell auf Rang 8 im Ligavergleich. In Sachen Torschusseffizienz und Fangquote liegen die Panther gar nur auf Platz 9. Sicher nicht das, was der Kader zu leisten im Stande ist. Personell muss der ERC aktuell auf die Neuzugänge Frederik Storm und Daniel Pietta verzichten. Letzterer fehlt letztmalig nach einer Disziplinarstrafe. Zurück im Kader ist aber Marc-Luis Aubry, der von den Eisbären Berlin, für der er in der Saison 18|19 sagenhafte 67 Punkte erzielte, zu Saisonbeginn in die Audistadt wechselte.

Was ist drin für die WILD WINGS?

WILD WINGS Sportdirektor Christof Kreutzer verrät uns worauf es seiner Meinung nach ankommen wird: „Wir können schon davon ausgehen, dass das in Ingolstadt ein sogenanntes Highspeed-Game werden wird, denn beide Teams werden bestimmt ein hohes Tempo gehen wollen. Ingolstadt hat sicher aus dem ersten Spiel gegen uns gelernt und sie werden versuchen uns von Anfang an unter Druck zu setzen. Wir müssen uns deshalb auf unseren Spielplan konzentrieren, damit wir bestmöglich dem Druck standhalten und auch in der Defensive die nötige Stabilität haben.“

Ein spannendes Eishockeyspiel sollte uns also bevorstehen, gerne mit dem gleichen Ausgang wie beim Saisonauftakt Mitte Dezember.

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