04.08.2020 08:59

Legendäre Momente | 2003|04 – 2005|06

| Autor: Krischan Läubin

Sportlich verliefen die beiden folgenden Jahre ohne die ganz großen Highlights. Die Saison 2003|04 beendeten die Wild Wings auf Platz 8 und verloren gegen den späteren Meister aus Wolfsburg die erste Playoff-Runde mit 0:3.
Die Folgesaison war sportlich besser und man belegte Platz 4 nach der regulären Saison. In einer hochspannenden Playoff-Serie gegen Bremerhaven musste Spiel 7 über den Einzug ins Halbfinale entscheiden. Nach Penalty zogen die Wild Wings den Kürzeren und die Spielzeit war beendet.

Ein Jahr darauf standen die Wild Wings wieder im Playoff-Viertelfinale. Dieses Mal war der Gegner der württembergische Rivale aus Bietigheim. Die Wild Wings verloren die ersten drei Spiele. Schafften dann durch Siege in Spiel vier und fünf wieder der Anschluss. Was dann folgte, war eine der legendärsten Partien in der jüngeren Vergangenheit. Spiel 6 in Schwenningen sah Bietigheim bis 2 Minuten vor dem Ende auf der Siegerstraße. Ca. 400 – 500 mitgereißte Fans feierten beim Stand von 3:1 bereits das Bietigheimer Weiterkommen. In Unterzahl erzielte Stev Junker den Anschlusstreffer für Schwenningen. Dann folgte der Ausgleich. Verlängerung. Doppelte Überzahl für Schwenningen. Jedoch ohne zählbaren Erfolg. Im anschließenden Penaltyschießen wieder ein 0:2 Rückstand. Wayne Hynes gelang in “Zeitlupe” der Anschlusstreffer und Derold Hey verwandelte zum Sieg. Spiel 7 fand in Bietigheim statt. Der Tickets waren im Schwarzwald  gesperrt und konnten nur im Raum Stuttgart erworben werden. Das hinderte in Schwenningen aber niemand. Ca. 13 Busse und etliche Privatfahrer machten aus dem Auswärts- ein Heimspiel. Geschätzte 2.500 Fans sahen einen weiteren Comeback-Sieg. Nach 0:2 Rückstand drehten die Wild Wings die Partie und Paul Dyck brachte mit seinem Tor zum 3:2 den Schwenninger Block zum Beben. Was folgte war eine große Party im Eisbär.
Das anschließende Halbfinale ging gegen ein überragendes Straubing mit 1:3 verloren.