13.03.2022 20:41

Topleistung erneut ohne Happy End

Kategorie(n): Spielbericht | Autor: Krischan Läubin

Die WILD WINGS bringen auch im dritten Spiel in fünf Tagen alles auf’s Eis.

Kaum zu glauben, welche Energie Schwenningen mit der kurzen Bank auch gegen den amtierenden deutschen Meister entwickelte. Zum dritten Mal binnen weniger Tage konnte sich Christof Kreutzer auf den Charakter seiner Mannschaft verlassen. „Schwenningen hat mit einem unglaublich hohen Breitschaftslevel agiert, man kann dem Team nur Respekt zollen“, befand auch Gästecoach Serge Aubin, der beim 2:3 mit seinen Eisbären dennoch das bessere Ende auf seiner Seite hatte.

Unterschied marginal.

Die WILD WINGS knüpften nahtlos an die Leistung vom Freitag in München an und waren bis auf den Zwischenstand tendenziell sogar das bessere Team.

Insbesondere die Reihe mit Max Hadraschek, Manuel Alberg und Philip Feist sorgte mächtig für Furore. Allein vier gefährliche Abschlussaktionen konnte dieses Trio in den ersten 20 Minuten verbuchen.

Auf der anderen Seite hielt Joacim Eriksson umsichtig gegen Kevin Clark und Matthew White [5. Minute]. Nach einer eigenen Offensivaktion entwischte Letztgenannter den WILD WINGS und bekam in der Folge einen Penaltyschuss zugesprochen, den der Mann mit der Nummer 97 auch zum 1:0 verwandeln konnte.

In Minute acht musste Joacim Eriksson stark gegen Zachary Boychuk mit der Fanghand reagieren, ehe seine Farben in der Offensive aktiv wurden. Das bereits genannte Trio, aber auch Tyson Spink nach feinem Pass von Brett Pollock, scheiterten knapp [19.]. Somit ging der amtierende Meister mit einem hauchzarten Vorsprung in die Drittelpause.

Spiel bleibt komplett offen.

In der 23. Spielminute überschlugen sich die Ereignisse in der Helios Arena. Zunächst scheiterte der Berliner Manuel Wiederer am starken Eriksson, dann lief der Schwenninger Konter über Alexander Karachun, der wiederum nicht an Tobias Ancicka vorbeikam. Erneut war die Scheibe aber postwendend zurück im Drittel der WILD WINGS. Wieder war es Wiederer mit dem Abschluss, der dieses Mal saß und es stand 2:0 für die Eisbären.

Die blieben in der Folge mit Ex-NHL-Star Frans Nielsen auf dem Gaspedal und es dauerte ein kleines Stück bis Schwenningen wieder im Spiel war.

Doch die Rückkehr in die Offensive war direkt von Erfolg gekrönt. Alexander Karachun und Will Weber forcierten ein Turnover und Brett Pollock blieb vor Ancicka eiskalt und bracht sein Team auf die Anzeigetafel [30. Minute].

Die Jungs vom Neckar waren nun wieder erwacht und hatten durch Tomas Zaborsky und Manuel Alberg im Powerplay zwei dicke Dinger auf der Kelle. Die letzte gute Chance für Schwenningen vergab der vehement zum Tor ziehende Alexander Karachun.

Was für eine Mannschaft.

Brett Pollock eröffnete den Schlussabschnitt für die WILD WINGS, als er im Highslot mit gefühlvollen Händen drei Berliner düpierte und eine Straf zog. Im Powerplay hatte Max Hadraschek die beste Einschussmöglichkeit, doch auch seine Kollegen blieben am Drücker. In einer weiteren Überzahlsituation zischte eine Schuss von Tyson Spink nur haarscharf am Gehäuse vorbei.

Bitter dann der nächste Gegentreffer. Die Eisbären ihrerseits einen Mann mehr fanden, dank Matthew White, einen Weg vorbei an Joacim Eriksson, dem die Sicht verdeckt war.

Doch Schwenningen bewies einmal mehr Charakter. Keine 120 Sekunden später bekam Tyson Spink einen Penalty zugesprochen, den er herrlich zum Anschluss einschießen konnte [49. Minute].

Und weiter die Hausherren in der Offensive. Pollocks feine Hände, Karachuns Zug zum Tor und eine Megachance von Tyson Spink hätten den Ausgleich verdient gehabt. Der blieb den WILD WINGS auch mit der Schlussoffensive vergönnt und so hatte auch die nächste Topleistung kein Happy End parat.

Stimme des Spiels von Christof Kreutzer

„Momentan ist es schon schwer, denn es tut mir einfach unfassbar leid für die Jungs. Sie haben erneut alles investiert und mit einer solchen Intensität gespielt, wie man es sich als Trainer nur wünschen kann. Diese müssen wir jetzt beibehalten, auch wenn die anderen wieder mit an Bord sind, dann werden wir uns auch wieder belohnen.“

Highlight des Spiels

Der Penaltyschuss von Tyson Spink war technisch hochwertig und ließ die Helios Arena zum Tollhaus werden. Grandios heute auch die Stimmung von den Rängen. Fans und Team waren eine asbolute Einheit.

Details zum Spiel

18.04.2024 01:58
- Wild Wings
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