27.02.2022 21:16

Im Derby fehlt das Fortüne

Kategorie(n): Spielbericht | Autor: Krischan Läubin

Die WILD WINGS lieferten kein schlechtes Auswärtsspiel hatten aber, anders als die Steelers, das Glück nicht auf ihrer Seite.

Mit dem selben Personal, das am Freitag die Haie mit 5:2 besiegen konnte, war Schwenningen im Ellental 50 Minuten voll im Geschäft und setzte dabei die Mehrzahl an spielerischen Highlights. Mit dem 3:2 von Alexander Priebisch nahm das Lokalduell dann aber zum dritten Mal in dieser Saison ein unbefriedigendes Ende.

Beide Teams haben ihre Momente.

Zunächst sahen 2.710 Zuschauer im Ellental ein leichtes Abtasten beider Mannschaften. Mit einem guten Unterzahlspiel konnten sich die WILD WINGS etwas Momentum erspielen und hätte Tylor Spink, nach einem Schuss von John Ramage nicht über die Scheibe geschlagen, wäre Schwenningen zu einer Großchance gekommen.

Viel Konjunktiv, aber auch die Steelers konnten vorerst nicht treffen. Riley Sheen scheiterte am megastarken Pokecheck von Joacim Eriksson.

Dann machte die vierte Reihe der WILD WINGS Betrieb, doch Daniel Pfaffengut und Max Hadraschek fehlte der erfolgreiche Abschluss.

In der 12. Spielminute schenkten die Neckarstädter der Bietigheimer Topreihe zu viel Aufmerksamkeit, das veschaffte Jalen Smereck Raum, den er, wenn auch mit der nötigen Portion Glück, zum 1:0 nutzen konnte.

Die WILD WINGS brauchten einige Minuten, um diesen Rückstand zu verdauen, kamen dann aber mit Tyson Spink zu einer richtig guten Möglichkeit. Aus halblinker Position konnte Sami Aittokalio aber abwehren. Mit einem Bauerntrick von Daniel Pfaffengut und einem Schuss ins kurze Eck von Tomas Zaborsky verabschiedeten sich beide Teams in die Katakomben.

Klares Chancenplus für die WILD WINGS.

Leider konnte Schwenningen trotz einer Vielzahl klarster Möglichkeiten nicht genug Kapital schlagen. Die ersten sechs Minuten waren komplett in der Hand der Gäste, aber das Torgestänge [bei Tyson Spink] oder der erneut starke Aittokallio [bei Travis Turnbull] standen dem Ausgleich im Weg. Den längst überfälligen Treffer erzielte dann Daniel Pfaffengut, der von Max Hadraschek stark bedient wurde.

Das einzige Problem – mit ihrem ersten Torschuss in den zweiten 20 Minuten kamen die Steelers erneut durch. Jalen Smereck zielte punktgenau am Blocker von Eriksson vorbei.

Doch selbst diese bittere Pille schluckte Schwenningen und spielte sich im Fünf gegen Fünf, aber auch im Powerplay ein ums andere mal durch. Alexander Karachun ließ dann kurz vor Ende es Spielabschnitts, völlig frei im Slot, den letzten Hochkaräter liegen. Es stimmte vieles, es fehlten nur die Tore.


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Derbygeschichte wiederholt sich.

Auch im Schlussabschnitt konnte man dem Team von Christof Kreutzer wenig bis gar nichts vorwerfen und das obwohl der Schlussakkord mit 1:3 und das Spiel mit 2:5 veloren ging.

Zunächst aber konnten die WILD WINGS durch einen Powerplaytreffer von Travis Turnbull ausgleichen. Die neue Formation mit Burström an der blauen Linie und Robak vor dem Tor, der Goalie Aittokallio die Sicht nahm, machte sich direkt bezahlt. Nur eine Minute später hätte Tomas Zaborsky mit einer schönen Bewegung auf die Rückhand beinahe die erstmalige Führung für die Gäste erzielt.

Eine Überzahlsituation brachte die Steelers zurück in die Offensive, doch Joacim Eriksson war gegen Ranford und Preibisch auf dem Posten.

Und dann kamen die spielentscheidende Szenen. Während bei den WILD WINGS ein gutes Passspiel an Aittokallio vorbei an den Pfosten sprang, warf Konstantin Braun die Scheibe auf der anderen Seite einfach aufs Tor. Von Alexander Preibischs Schlittschuh wurde sie zur Bogenlampen und fand den Weg ins Netz.

Mit dem Handicap einiger Strafzeiten fiel die Schlussoffensive der Jungs vom Neckar aus. Stattdessen stellten Riley Sheen und erneut Preibisch auf 5:2.

Derbyniederlagen bleiben eine schmerzahfte Angelegenheit, ob der gezeigten Darbietungen zuletzt sollte diese aber keinen Beinbruch darstellen.

Stimme des Spiels von Travis Turnbull

„Wir haben das Spiel gut angelegt und können uns nicht viel vorwerfen. So ein Derby hat seine eigenen Gesetze und sie haben einfach auch ein paar Jungs, die wissen wo das Tor steht. Auf uns warten jetzt wieder wichtige Spiele, aber ich sehe uns als Team auf dem absolut richtigen Weg.“

Highlight des Spiels

Der „Lucky Bounce“ von Priebischs Schlittschuh entschied dieses Derby und hält den sechzig Minuten den Spiegel vor. Mit Bietigheim gewann die glücklichere aber nicht zwingend die bessere Mannschaft, was die Leistung der Steelers keinesfalls schmälern darf.

Details zum Spiel

18.04.2024 04:56
- Wild Wings
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