30.12.2022 22:55

Comeback kommt zu spät

Kategorie(n): Spielbericht | Autor: Anika Geiger

Die Löwen nutzten die Fehler der WILD WINGS eiskalt aus und sicherten sich so die letzten Punkte des Jahres.

Einen Tag vor Silvester stand das letzte Duell des Jahres 2022 auf dem Programm: Die Neckarstädter reisten bereits zum zweiten Mal in der laufenden Saison zum Aufsteiger nach Frankfurt. Im letzten Auswärtsspiel konnten sich die WILD WINGS nach Verlängerung mit 3:2 durchsetzen. Auf eigenem Eis hingegen verloren die Schwenninger ganz knapp mit 0:1. Diese Ergebnisse versprachen eine abermals spannende Eishockeypartie – und der heutige Abend hat dies definitiv eingehalten, auch wenn das Ergebnis etwas zu deutlich ausfällt. Letztendlich konnten die Hessen den 9. Tabellenplatz verteidigen, indem sie ihr Powerplay nutzten und das Spiel in den ersten beiden Dritteln an sich rissen.


2′ | C. Rowney #17
11′ | K. Maginot #6
13′ | C. Rowney #17
17′ | D. Bokk #78
33′ | C. Rowney #17

Fulltime

5 : 2

Zuschauer 6.990

44′ | J. Huss #52
48′ | A. Karachun #47


Spielverlauf.

Das erste Drittel war schier zum Vergessen für die Schwenninger. Nachdem sie eigentlich gute Offensivaktionen aufs Eis brachten, sorgte der unglückliche erste Gegentreffer dafür, dass ihre disziplinierte und systematische Spielweise durcheinandergewirbelt wurde. Defensiv spielten die Löwen stark und stellten die WILD WINGS insbesondere im Powerplay gut zu. Über weite Teile des Drittels schaffen es die Gäste jedoch, dem Druck der Frankfurter entgegenzuwirken. Doch auch wenn die WILD WINGS aggressiv in den Zweikämpfen agierten, bekamen die Frankfurter in den entscheidenden Aktionen zu Freiräumen. Somit nutzten die Hessen ihr Überzahlspiel und die Fehler der Neckarstädter eiskalt aus und gingen mit einer effizienten 4:0 Führung in die Kabine. Dies galt es nun schnell abzuhaken für das Team von Harold Kreis. Doch so richtig schafften es die Schwenninger – trotz großer Mühe – auch im zweiten Drittel nicht, zurück in die Partie zu finden. Obwohl sie hinten gefestigter auftraten, fehlten gefährliche Akzente in der Offensivzone sowie ein Anschlusstreffer. Zu viele Strafen sorgten für häufige Überzahlmöglichkeiten der Gastgeber, die so auf 5:0 erhöhten. Beachtlich ist, dass 4 der 5 Gegentreffer nicht im 5 gegen 5 erfolgten. Das Schlussdrittel startete ruhig mit wenig nennenswerten Aktionen. Doch dann kamen die WILD WINGS endlich zurück ins Spiel und erzielten ihre zwei Anschlusstreffer. Mit einem guten Forechecking und noch mehr Körpersprache erarbeiteten sich die Gäste aus dem Schwarzwald viele gefährliche Torschüsse. Die Löwen hingegen hatten so gut wie keine Chancen im letzten Drittel, gewannen dennoch nicht unverdient mit 5:2.

Highlights.

Minute 1: Gerade einmal 33 Sekunden gespielt und schon hätten die WILD WINGS in Führung gehen können. Nach einer Puckeroberung im eigenen Drittel durch Alexander Karachun kommt Brandon DeFazio mit viel Tempo vors Tor der Löwen. Im Slot warten Ken André Olimb und Alexander Karachun, doch leider findet die Scheibe kein Tape.
Minute 2: Oh nein! Der unglückliche Fehler von Joacim Eriksson im eigenen Überzahlspiel mündet im frühen Führungstor der Hessen. Eriksson steht zu weit draußen, verpasst das Abspiel und verliert die Scheibe, woraufhin Carter Rowney keine Mühe hat, den Puck in das freistehende Tor zu befördern. Diese falsche Entscheidung beschert den Hausherren das 1:0.
Minute 6: Dominik Bokk bekommt zu viel Platz im Zentrum, was zu einem guten Abschluss führt.
Minute 9: Riesen-Möglichkeit für die WILD WINGS nach gewonnenem Bully. Erst verpasst Boaz Bassen den Ausgleichstreffer, daraufhin Daniel Pfaffengut im Rebound. Starker Save von Bastian Flott-Kucis. Schade, die Scheibe hätte eigentlich über der Linie sein müssen.
Minute 11: In dem Moment, in dem ihr Powerplay abläuft, erhöhen die Löwen doch noch auf 2:0 und nutzen somit ihr Überzahlspiel. Torschütze Kevin Maginot steht ganz frei auf der rechten Seite, da die Schwenninger nicht optimal positioniert sind.
Minute 13: 3:0 für die Frankfurter… Nach guter Scheibenbewegung ist es es erneut Carter Rowney, der am linken Pfosten wartet und somit seinen Doppelpack schnürt – im 6 gegen 5.
Minute 14: Ville Lajunen mit dem ersten guten Versuch in Richtung Jake Hildebrand, nachdem Bastian Flott-Kucis verletzungsbedingt vom Eis musste.
Minute 17: Und die Löwen erzielen ihren 4. Treffer der Partie. Im 5 gegen 3 Überzahlspiel heißt der Torschütze dieses Mal Dominik Bokk.

Minute 27: Rylan Schwartz mit der nächsten fruchtbaren Gelegenheit für seine Mannschaft.
Minute 29: Dominik Bokk verbucht einen weiteren gefährlichen Angriff auf seinem Konto.
Minute 33: Carter Rowney belohnt sich für seine starke Leistung mit seinem 3. Tor. Im 5-minütigen Powerplay kommt Rowney zu einem schönen Schuss von der rechten Seite. Eriksson sieht die Scheibe aufgrund von zu viel Personal vor dem Tor nicht. 5:0! Kurz darauf der Versuch von Tyson Spink, der jedoch keine Lücke findet.
Minute 38: Überragende Parade von Eriksson!
Minute 40: Zwei starke Offensivaktionen der WILD WINGS, unter anderem durch Alexander Karachun.

Minute 44: Geht doch! Klasse Tor von Johannes Huss. Daniel Pfaffengut findet das Tape seines Teamkollegens mit einem überragenden Pass, als dieser nach seiner Strafe von der Bank zurück aufs Eis kommt. Alleine läuft Huss dann aufs Tor zu und verwandelt den ersten Anschlusstreffer. 5:1!
Minute 48: Wunderschöner Treffer von Alexander Karachun zum 5:2! Vom eigenen Kasten weg, spielt er alle Gegenspieler aus und macht das Tor im Alleingang.
Minute 57: Tyson Spink mit dem Zuspiel auf seinen Zwillingsbruder Tylor, der im Powerplay zu einem sehenswerten Abschluss kommt.

Wisehockeystats.

LÖWEN BEIGE | WILD WINGS ROT

Der Ausblick.

Heute absolvierten die WILD WINGS ihre letzte Partie im Jahr 2022. Lange müssen wir allerdings nicht warten, bis es weiter geht. Bereits am 2. Tag im neuen Jahr steht der Derbykracher gegen Mannheim auf dem Programm. Um 19:30 Uhr fällt die Scheibe in der Helios Arena. Doch nächste Woche hat noch mehr zu bieten: Gleich drei Duelle begleiten die Schwenninger ins neue Jahr. Als Gegner warten neben den Adlern noch Wolfsburg und der zweite Derby-Gegner Bietigheim.

Stimmen zum Spiel.

Harold Kreis
„Beide Mannschaften sind gut in das Spiel gestartet. Doch die ersten drei Gegentreffer, die in dieser Form so nicht fallen dürfen, haben uns in ein tiefes Loch hineingeschleudert. Wir mussten uns dann zurück kämpfen, aber so richtiges Eishockey haben wir erst im Schlussdrittel gespielt. Dort haben wir uns präsentiert und als Team zusammengehalten. Die Mannschaft macht Fortschritte und entwickelt sich. Das ist entscheidend. Dennoch hat Frankfurt heute einfach Wechsel für Wechsel stabil gespielt, war sehr nach vorne orientiert und hat ein überragendes Überzahlspiel aufs Eis gebracht.“

Joacim Eriksson
„Es war ein harter Start. Aber wir waren nicht so wach, wie wir es sein sollten. Das dritte Drittel war dann richtig gut. Und das wollen wir ins nächste Jahr mitnehmen. Wir müssen aber wieder vom Start an hellwach sein und daran arbeiten.“

Bildergalerie.

Details zum Spiel

21.02.2024 04:39
- Wild Wings
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