Drei Spiele in fünf Tagen: Die WILD WINGS starten in die letzte intensive Woche vor der Länderspielpause und wollen beim erneuten Gastspiel in Krefeld ihre Entwicklung unter Beweis stellen.
Am Mittwochabend gastieren die WILD WINGS bei den Krefeld Pinguinen, am Freitag folgt das Auswärtsspiel in Iserlohn. Zum Abschluss der Woche kommt es am Sonntag zum erneuten Duell mit Krefeld in der Helios Arena. Steve Walker setzt dabei auf die gewachsene Reife seiner Mannschaft, mehr Konsequenz im Forecheck und einen disziplinierten Auftritt. Drei Siege in Folge hatten den WILD WINGS zuletzt wichtigen Rückenwind gegeben, ehe die Erfolgsserie am vergangenen Sonntag gegen die Eisbären Berlin ein Ende fand. Trotz der 1:4-Niederlage sah Steve Walker viele positive Ansätze. Gegen eine der spielstärksten Mannschaften der Liga hielten die Neckarstädter über weite Strecken gut dagegen, konnten ihre eigenen Möglichkeiten allerdings nicht konsequent genug nutzen. Nun richtet sich der Blick auf Krefeld, wo die Blau-Weißen beim ersten Aufeinandertreffen noch deutlich hinter ihren eigenen Erwartungen zurückgeblieben waren. „Ich finde, wir haben gegen Berlin viele wirklich gute Dinge gemacht. Das ist eine großartige Eishockeymannschaft. Ich fand, dass wir sehr gut verteidigt haben, und wenn wir es nicht getan haben, haben sie uns dafür bestraft“, erklärt Headcoach Steve Walker. Entscheidend sei nun, die positiven Erkenntnisse mitzunehmen und gegen Krefeld von Beginn an die richtige Intensität auf das Eis zu bringen.
Mehr Reife im eigenen Spiel. Besonders das erste Saisonduell mit den Pinguinen ist Walker noch gut in Erinnerung geblieben. „Das war wahrscheinlich unser schlechtestes Spiel, was den Forecheck betrifft. Wir haben ihnen einfach viel zu viel Zeit und Raum gegeben.“ Seine Mannschaft sei damals zu passiv geworden, habe sich zu weit zurückgezogen und nicht mehr mit der nötigen Konsequenz das eigene Spiel durchgezogen. Inzwischen sieht der Kanadier einen deutlichen Fortschritt. „Ich glaube, wir sind als Mannschaft sehr viel reifer geworden. Wir fühlen uns auswärts inzwischen deutlich wohler, auch in engen Spielen.“ Gerade in den vergangenen Wochen hätten die WILD WINGS bewiesen, dass sie geduldig bleiben und auch schwierige Phasen gemeinsam überstehen können. Gleichzeitig stellt der enge Spielplan die Mannschaft vor eine besondere Herausforderung. Drei Begegnungen innerhalb von fünf Tagen, längere Reisen und ein weiterhin dezimierter Kader verlangen einen bewussten Umgang mit den vorhandenen Kräften. „Unsere Jungs kämpfen sich durch und wir machen viele gute Dinge. Ich glaube, das Wichtigste ist jetzt, dass wir verstehen, wie wir unsere Energie richtig einteilen müssen“, betont Walker. Unnötige Strafzeiten gelte es dabei unbedingt zu vermeiden. Auch Arkadiusz Dziambor weiß um die Bedeutung der kommenden Begegnungen. „Für uns ist aktuell einfach jedes Spiel wichtig. Aber vor allem jetzt, weil wir gegen Mannschaften spielen, die auch weiter unten in der Tabelle stehen. Das macht die Spiele umso intensiver.“ Auf die Aufgabe in Krefeld sieht der Verteidiger seine Mannschaft vorbereitet: „Wir wissen, wie wir spielen müssen, und wissen, was wir besser machen müssen.“
Der Gegnercheck.
Mit den Krefeld Pinguinen wartet am Mittwoch ein Gegner, der insbesondere durch seine individuelle Qualität und Erfahrung gefährlich werden kann. Nach der Rückkehr in die PENNY DEL wollen sich die Rheinländer in der höchsten deutschen Spielklasse etablieren. Dabei setzen sie auf eine Mischung aus routinierten Leistungsträgern und spielstarken Offensivakteuren. Besonders Philip Gogulla und Marcel Müller gehören zu den Spielern, die mit ihrer Erfahrung und ihrem Spielverständnis entscheidende Akzente setzen können. Beide wissen, wie sie Räume nutzen, das Tempo einer Partie beeinflussen und gefährliche Situationen kreieren können.
„Krefeld hat sehr viel Talent. Sie haben einige wirklich clevere Spieler, gerade die älteren Jungs wie Gogulla und Müller. Sie sind sehr erfahren, aber gleichzeitig auch technisch sehr stark“, erklärt Walker. Für seine Mannschaft werde es deshalb besonders auf eine konsequente Zuordnung in der eigenen Zone und viel Bewegung ankommen. Dass die Pinguine den WILD WINGS Probleme bereiten können, zeigte bereits das erste Saisonduell. Damals fanden die Neckarstädter nicht wie gewohnt in ihren Forecheck und ließen dem Gegner zu viel Zeit für den Spielaufbau. Genau dort möchte Walker diesmal ansetzen. Die WILD WINGS sollen aktiver agieren, den Gegner früher unter Druck setzen und ihre eigene Spielidee konsequenter verfolgen.
Auch Dziambor sieht vor allem in den einfachen Dingen den Schlüssel zum Erfolg. Aus dem Berlin-Spiel möchte er trotz der Niederlage positive Ansätze mitnehmen. „Ich würde trotzdem sagen, dass wir hart gespielt haben. Wir müssen vor dem Tor vielleicht noch ein bisschen besser aufräumen. Aber auch weiterhin versuchen, die einfachen Pässe zu spielen, viele Schüsse zu kreieren und auf die Kleinigkeiten zu achten.“ Für die WILD WINGS wird es somit darauf ankommen, Krefelds spielstarken Akteuren möglichst wenig Raum zu lassen, defensiv geschlossen aufzutreten und gleichzeitig selbst das Tempo zu bestimmen.
Die Teamnews.
Die personelle Situation bleibt vor dem Roadtrip angespannt. Angesichts von drei Spielen innerhalb von fünf Tagen möchte das Trainerteam deshalb möglichst viele verfügbare Spieler mitnehmen und die Belastung sinnvoll verteilen. Positive Nachrichten gibt es bei Eric Martinsson. Der Verteidiger könnte nach seiner Verletzung wieder zur Verfügung stehen. Eine endgültige Einschätzung möchte Walker allerdings erst treffen, wenn sich zeigt, wie belastbar Martinsson in den Zweikämpfen ist. „Es sieht so aus, als könnte Marty spielen. Aber solange er nicht wieder in die Zweikämpfe geht, wissen wir es nicht wirklich“, erklärt der Headcoach.
Auch Niclas Hempel wird die Mannschaft auf dem Roadtrip begleiten. Der junge Spieler hatte zuletzt noch einmal die Möglichkeit erhalten, in Ravensburg Spielpraxis auf seiner angestammten Verteidigerposition zu sammeln. Angesichts des engen Spielplans soll er nun zusätzliche Optionen im Kader eröffnen. Neuzugang Connor Bunnaman hatte beim vergangenen Heimspiel noch mit den körperlichen Folgen seiner Anreise und dem Jetlag zu kämpfen. Inzwischen fühlt sich der Angreifer nach Aussage des Trainerteams deutlich besser. Gerade mit Blick auf die kommenden Begegnungen ist Walker darauf bedacht, kein unnötiges Risiko einzugehen und weitere personelle Engpässe zu vermeiden. Ausfallen wird mit muskulären Beschwerden hingegen Sebastian Uvira, der wohl erst nach der Pause wieder zur Verfügung stehen wird.
Auf der Torhüterposition steht die Planung bereits fest. Simon Wolf wird am Mittwoch in Krefeld beginnen, während Joacim Eriksson für die Begegnung am Freitag in Iserlohn vorgesehen ist. „Wir fühlen uns mit beiden Torhütern sehr wohl. Beide haben zuletzt sehr gut für uns gespielt“, betont Walker. Die Rotation ermögliche es zudem Torwarttrainer Cam MacDonald, beide Schlussmänner gezielt auf ihre Einsätze vorzubereiten.
Trotz der hohen Belastung blickt auch Dziambor positiv auf die bevorstehenden Aufgaben. „Da gewöhnen wir uns dran. Da müssen wir durch. Spielen ist halt besser als trainieren“, sagt der Verteidiger mit einem Schmunzeln.
Die Ticketinformationen.
Am Mittwoch gastieren die WILD WINGS bei den Krefeld Pinguinen. Anschließend bleibt die Mannschaft zunächst vor Ort und absolviert am Donnerstag eine weitere Trainingseinheit, bevor es am Abend weiter nach Iserlohn geht. Dort wartet am Freitag die nächste Auswärtsaufgabe.
Zum Abschluss vor der Länderspielpause empfangen die Neckarstädter am kommenden Sonntag die Krefeld Pinguine zu einer Art Rückspiel in der Helios Arena. Tickets für die Heimpartie gibt es im Onlineticketshop und an den bekannten Vorverkaufsstellen.
Der Sendeplan.
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