Die Jungs vom Neckar liefern sich mit den Eisbären Berlin über weite Strecken eine offene Partie, müssen sich am Ende aber mit 1:4 geschlagen geben. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich verpassen die WILD WINGS die Chance, das Spiel auf ihre Seite zu ziehen.
Nach zuletzt drei Siegen in Folge müssen die WILD WINGS am Sonntagnachmittag wieder eine Niederlage hinnehmen. Gegen die Eisbären Berlin zeigt die Mannschaft von Steve Walker phasenweise eine gute Leistung und arbeitet sich nach einem frühen Rückstand zurück in die Begegnung. Besonders nach dem Ausgleich durch Alexander Karachun haben die Neckarstädter Möglichkeiten, selbst in Führung zu gehen. Doch während die Blau-Weißen ihre Chancen nicht nutzen, präsentieren sich die Gäste vor dem Tor deutlich effizienter. Zwei weitere Berliner Treffer im Mitteldrittel bringen die WILD WINGS auf die Verliererstraße. Am Ende steht eine 1:4-Heimniederlage, die angesichts des Spielverlaufs zumindest etwas zu deutlich ausfällt.
26′ | A. Karachun #47
Fulltime
1 : 4
Zuschauer 4.744 Helios Arena
4′ | T. Ronning #9 30′ | Y. Veilleux #38 40′ | T. Ronning #9 44′ | L. Pföderl #93
Der Spielverlauf.
1. Drittel – Ronning nutzt die erste Gelegenheit. Die WILD WINGS suchen von Beginn an den Weg nach vorne. Bereits in der zweiten Minute bringt sich Håkon Hänelt mit einer guten Bewegung vor dem Berliner Tor in eine aussichtsreiche Position. Auf der Gegenseite muss Joacim Eriksson nach einem schnellen Gegenangriff erstmals eingreifen. Wenig später zeigen die Gäste ihre offensive Qualität. Die Eisbären nutzen einen Schwenninger Wechsel konsequent aus, Liam Kirk bedient Ty Ronning und der Berliner Topscorer trifft in der 4. Minute zur frühen Führung. Die Neckarstädter lassen sich davon allerdings nicht aus dem Konzept bringen. Kyle Platzer und Alexander Karachun kommen nach einem Scheibengewinn zu einer guten Möglichkeit, wenig später fehlt Hänelt nach Vorarbeit von Curtis Valk nur wenig zum Ausgleich. Auch Mirko Höfflin und Alex Peters prüfen Berlins Schlussmann Jack LaFontaine, der seinen Kasten zunächst sauber hält. Defensiv müssen die Hausherren ebenfalls aufmerksam bleiben. Besonders in der ersten Unterzahlphase ist Eriksson mehrfach gefordert, während seine Vorderleute die Berliner Formation immer wieder erfolgreich stören. Ein eigenes Powerplay bringt anschließend nicht den gewünschten Erfolg. So geht es trotz einiger guter Schwenninger Ansätze mit einem knappen 0:1 in die erste Pause.
2. Drittel – Ausgleich und verpasste Möglichkeiten. Nach dem Seitenwechsel erhöhen zunächst die Eisbären den Druck. Die WILD WINGS überstehen diese Phase jedoch ohne weiteren Gegentreffer und finden anschließend selbst immer besser in die Offensive. In der 26. Minute wird der Aufwand belohnt. Thomas Schemitsch leitet den Angriff ein, Philip Feist bringt die Scheibe per Rückhand zu Kyle Platzer, dessen Abschluss zunächst noch von LaFontaine pariert wird. Alexander Karachun reagiert am schnellsten und verwertet den Nachschuss zum 1:1. Der Treffer gibt den Neckarstädtern zusätzlichen Schwung. Mirko Höfflin und Niklas Hübner sorgen mit viel Tempo für Gefahr, während die Hausherren zunehmend mutiger auftreten. Auch Berlin bleibt offensiv gefährlich, doch Eriksson ist zunächst zur Stelle und hat bei einer Möglichkeit von Liam Kirk das nötige Glück auf seiner Seite. In der 31. Minute folgt dann der nächste Rückschlag. Yannick Veilleux bringt die Scheibe in Richtung des Schwenninger Tores. Eriksson scheint zunächst zur Stelle zu sein, doch nach Videobeweis steht fest, dass der Puck die Torlinie überquert hat. Berlin führt erneut. Die WILD WINGS versuchen zu antworten und erarbeiten sich insbesondere durch Philip Feist und Niklas Hübner weitere Möglichkeiten. Doch statt des erneuten Ausgleichs fällt kurz vor der Pause das 1:3. Ty Ronning kommt in der 40. Minute schnell zum Abschluss und lässt Eriksson keine Chance. Ein bitteres Ende eines Mitteldrittels, in dem für die Schwenninger durchaus mehr möglich gewesen wäre.
3. Drittel – Berlin macht den Deckel drauf. Mit einem Zwei-Tore-Rückstand starten die WILD WINGS in den Schlussabschnitt. Beide Mannschaften lassen zunächst nur wenige gefährliche Aktionen zu. In der 44. Minute gelingt es den Gästen allerdings, die Schwenninger Defensive erneut zu überwinden. Leonhard Pföderl setzt sich über rechts durch und trifft zum 1:4. Damit wird die Aufgabe für die Hausherren noch schwieriger. Die Blau-Weißen versuchen weiterhin, offensive Lösungen zu finden, doch Berlin verteidigt den Vorsprung nun kompakt und lässt kaum noch klare Möglichkeiten zu. Mirko Höfflin kommt zu einem Abschluss, den LaFontaine sicher pariert. Auch eine Kombination über Alexander Karachun und Philip Feist bringt nicht den erhofften zweiten Treffer. Auf der Gegenseite bleibt Eriksson aufmerksam und verhindert weitere Gegentore. Die Eisbären verwalten ihren Vorsprung in der Schlussphase souverän und lassen nichts mehr anbrennen. So müssen sich die WILD WINGS nach drei Erfolgen in Serie mit 1:4 geschlagen geben.
Die Highlights.
Minute 2: Erster Vormarsch der WILD WINGS in Richtung Tor. Hänelt bringt sich mit einer tollen Bewegung vor dem Gehäuse in eine gefährliche Position. Nach dem darauffolgenden Konter der Berliner muss Eriksson zum ersten Mal eingreifen. Minute 4: Die Eisbären nutzen einen Schwenninger Wechsel eiskalt aus. Der Berliner Topscorer Ronning netzt nach Zuspiel von Kirk zum 0:1 ein. Minute 7: Nachdem die Scheibe im eigenen Drittel erkämpft wurde, ziehen Kyle Platzer und Alexander Karachun nach vorne. Doch LaFontaine ist vorbereitet und macht das kurze Eck zu. Minute 8: Die Neckarstädter schnuppern am Ausgleich. Valk legt mit viel Geschwindigkeit auf Hänelt ab, doch dieser wird beim Torschuss von der Berliner Defensive gestört. Minute 10: Nächster Torschuss der Schwenninger durch Mirko Höfflin, doch wieder ist LaFontaine zur Stelle. Minute 13: Alex Peters zieht mit viel Power von der blauen Linie ab. Allerdings hat Jack LaFontaine freie Sicht und hält seinen Kasten sauber. Minute 14: Im ersten Unterzahlspiel der WILD WINGS muss Schlussmann Eriksson mehrfach eingreifen. Zudem stören die Neckarstädter die Formation der Eisbären und überstehen die Zeit im Vier-gegen-fünf erfolgreich. Minute 17: Powerplay für die Jungs vom Neckar, doch sie finden nicht in ihre Formation und müssen einen Berliner Konter verteidigen. Minute 20: Frederik Tiffels testet Joacim Eriksson, doch dieser pariert den letzten Torschuss des ersten Drittels.
Minute 23: Die ersten Minuten des Mitteldrittels sind von einer Druckphase der Gäste geprägt. Die Schwenninger können sich nur vereinzelt ins Berliner Drittel befreien. Minute 24: Erster Torschuss durch Thomas Schemitsch. LaFontaine wehrt ab. Minute 25: Tiffels startet einen Angriff und nimmt Davidson mit, der den Schwenninger Schlussmann prüft. Doch Eriksson ist wachsam. Minute 26:AUSGLEICH! Schemitsch spielt auf Feist, der in Richtung Tor sprintet und per Rückhand auf Platzer passt. Dieser scheitert zunächst an LaFontaine. Doch dann ist Karachun im Nachschuss zur Stelle und die Scheibe ist drin! Spielstand 1:1. Minute 28: Nächste tolle Aktion der Gastgeber. Höfflin zieht gemeinsam mit Hübner und viel Tempo in Richtung LaFontaine, doch der macht das Eck zu. Schade! Minute 29: Das war knapp! Eriksson hält zunächst, sieht dann aber die freie Scheibe direkt vor sich nicht. Liam Kirk versucht, die Situation auszunutzen, vergibt jedoch. Minute 31: Berlin ist durch Yannick Veilleux am Drücker. Eriksson scheint die Tür zunächst zuzumachen, doch der Videobeweis zeigt: Die Scheibe war drin. Spielstand 1:2 aus Schwenninger Sicht. Minute 36: Schwenningen macht Druck auf das Berliner Tor. Besonders Philip Feist sticht hervor. Er will den Ausgleich erzwingen, wird jedoch mehrfach von der Defensive der Eisbären gestoppt. Minute 37: Niklas Hübner wird erneut brandgefährlich, doch wieder ist LaFontaine zur Stelle. Minute 40: Ty Ronning erhöht aus dem Slot auf 1:3 aus Sicht der WILD WINGS. Eine bittere Pille so kurz vor der Pause.
Minute 44: Bis zu diesem Zeitpunkt gibt es im Schlussdrittel keine nennenswerten Aktionen auf beiden Seiten. Doch dann kann sich Leonhard Pföderl lösen und schiebt die Scheibe an Eriksson vorbei ins lange Eck. Spielstand 1:4. Minute 48: Es scheint kein Durchkommen durch das Berliner Bollwerk zu geben. Mirko Höfflin kommt lediglich zu einem zentralen Abschluss auf LaFontaine. Minute 53: Karachun spielt auf Feist, doch dessen Torschuss ist zu weit links angesetzt und geht am Tor vorbei. Minute 56: Erhitzte Gemüter im Schwenninger Torraum, allerdings ohne Strafzeiten. Minute 59: Ty Ronning kommt zum Abschluss, doch sein Schuss ist zu zentral und Eriksson kann parieren.
Die Wisehockey Stats.
Die Stimme zum Spiel.
Curtis Valk „Ich fand, dass wir eigentlich ein ziemlich gutes Spiel gemacht haben. Das Ergebnis spiegelt vielleicht nicht ganz wider, wie sich das Spiel für uns angefühlt hat. Wir haben viele Dinge gut gemacht. Auf der anderen Seite steht natürlich auch eine gute Eishockeymannschaft. Wir haben gezeigt, dass wir mit ihnen mithalten und auf Augenhöhe spielen können. Wenn wir ein paar Dinge verbessern, glaube ich, dass wir beim nächsten Mal ein besseres Ergebnis erzielen können.“
Die Bildergalerie.
Der Ausblick.
Vor der anstehenden Länderspielpause warten noch drei Begegnungen auf die WILD WINGS. Zunächst sind die Neckarstädter auswärts in Krefeld und Iserlohn gefordert, ehe am kommenden Sonntag die Krefeld Pinguine in der Helios Arena gastieren. Die Mannschaft von Steve Walker will die positiven Phasen aus den vergangenen Spielen mitnehmen und sich vor der Pause noch einmal wichtige Punkte sichern.