Wolf hält den Sieg fest – WILD WINGS entführen drei Punkte!
Simon Wolf glänzt mit einer überragenden Vorstellung. Arkadiusz und Philip Feist belohnen die starke Schwenninger Defensivleistung mit zwei Treffern im Schlussdrittel.
Was für ein Derby, was für ein Kraftakt, was für ein Simon Wolf! Die WILD WINGS haben sich bei den Adlern Mannheim mit einer leidenschaftlichen Defensivleistung und der nötigen Kaltschnäuzigkeit im Schlussdrittel drei enorm wichtige Punkte gesichert. Lange blieb die intensive Begegnung torlos, obwohl sich beide Mannschaften zahlreiche Möglichkeiten erarbeiteten. Während die Neckarstädter in der Offensive zunächst mehrfach an Maximilian Franzreb scheiterten, wuchs Wolf auf der Gegenseite über sich hinaus und hielt seine Mannschaft mit einer Parade nach der anderen im Spiel. Als Arkadiusz Dziambor und Philip Feist im letzten Drittel schließlich zuschlugen, war der Auswärtssieg zum Greifen nah. Der späte Treffer der Adler sorgte noch einmal für Hochspannung, doch die WILD WINGS brachten den Vorsprung mit vereinten Kräften über die Zeit. Ein Erfolg, der nach zuletzt knappen Rückschlägen nicht nur drei Punkte, sondern auch neues Selbstvertrauen verspricht.
60′ | L. Esposito #19
Fulltime
1 : 2
Zuschauer 12.232 SAP Arena
51′ | A. Dziambor #16 54′ | P. Feist #9
Der Spielverlauf.
1. Drittel – Wolf hält die Null. Die Adler erwischten den aktiveren Start und prüften Simon Wolf früh mit gefährlichen Abschlüssen. Der Schwenninger Schlussmann präsentierte sich jedoch von Beginn an hellwach und entschärfte unter anderem die Versuche von Matthias Plachta und Alexander Ehl. Mit zunehmender Spieldauer fanden auch die WILD WINGS besser in die Partie und setzten durch schnelle Gegenstöße eigene offensive Akzente. Sebastian Uvira und Boaz Bassen kamen dabei zu aussichtsreichen Möglichkeiten, ließen den Führungstreffer aber zunächst liegen. Auch das erste Schwenninger Powerplay blieb ohne Ertrag. Auf der Gegenseite überstanden die Neckarstädter eine Unterzahl dank aufmerksamer Defensivarbeit und weiterer starker Paraden Wolfs schadlos. So ging es nach einem intensiven Auftaktdrittel torlos in die erste Pause.
2. Drittel – Chancen auf beiden Seiten, aber kein Durchkommen. Auch im Mittelabschnitt blieb das Lokalduell umkämpft. Die Adler erhöhten phasenweise den Druck und kamen wiederholt gefährlich vor das Schwenninger Tor, fanden in Wolf jedoch weiterhin ihren Meister. Der Schlussmann strahlte enorme Sicherheit aus und bekam zugleich wichtige Unterstützung von einer konsequent arbeitenden Defensive. Doch auch die WILD WINGS versteckten sich keineswegs: Mirko Höfflin und Philip Feist verpassten eine gute Gelegenheit, während Austin Ortega, Thomas Schemitsch und Alexander Karachun die Mannheimer Hintermannschaft zunehmend beschäftigten. Besonders in der Schlussphase entwickelte Schwenningen in Überzahl noch einmal viel Druck. Sebastian Uvira setzte Karachun direkt vor dem Tor in Szene, doch Franzreb verhinderte mit einer starken Reaktion den möglichen Führungstreffer. Trotz zahlreicher Möglichkeiten auf beiden Seiten blieb die Anzeigetafel auch nach 40 Minuten unverändert.
3. Drittel – Dziambor und Feist schlagen eiskalt zu. Im Schlussdrittel belohnten sich die WILD WINGS schließlich für ihren Aufwand. Zunächst überstanden sie eine weitere Unterzahlsituation mit großer Leidenschaft, Arkadiusz Dziambor brachte die Neckarstädter dann von der blauen Linie in Führung. Schwenningen blieb anschließend mutig und legte nach: Nach einem Schuss von Eric Martinsson reagierte Philip Feist am schnellsten und verwertete den Abpraller zum zweiten Treffer. Mannheim nahm daraufhin den Torhüter vom Eis und warf alles nach vorne. Wolf hielt zunächst auch in der Schlussphase spektakulär, ehe Luke Esposito den Anschluss herstellte. Die letzten Sekunden wurden noch einmal zur Nervenprobe, doch die Schwenninger Defensive hielt stand. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung brachten die WILD WINGS den Vorsprung über die Zeit und feierten einen wichtigen Auswärtssieg in Mannheim.
Die Highlights.
Minute 1: Die Adler setzen früh zum Konter an. Der Abschluss von der rechten Seite ist jedoch kein Problem für Simon Wolf, der heute anstelle von Joacim Eriksson zwischen den Pfosten steht und mit der rechten Schulter stark pariert. Minute 2: Kristian Reichel und Leon Gawanke sorgen für Gefahr vor dem Schwenninger Tor. Die WILD WINGS behalten in der Defensive aber die Übersicht und können die Situation bereinigen. Minute 3: Wieder ist Wolf zur Stelle! Nach einem wuchtigen Abschluss von Matthias Plachta packt der Schwenninger Schlussmann die nächste starke Parade aus. Auf der Gegenseite verbuchen die Neckarstädter ihren ersten Abschluss nach einem Konter. Minute 4: Curtis Valk fängt den Puck stark ab und klärt die Situation mit viel Übersicht. Minute 6: Alexander Karachun treibt den Puck nach vorne, findet in der Mitte jedoch keinen Abnehmer für sein Zuspiel. Minute 6: Plachta prüft Wolf erneut mit einem Hammer – doch der Schwenninger Torhüter bleibt Sieger. Kurz darauf bietet sich Sebastian Uvira im Eins-gegen-eins die große Chance auf die Führung. Mannheims Defensive bekommt gerade noch einen Schläger dazwischen. Das erste offensive Ausrufezeichen der Neckarstädter aus Schwenningen! Minute 7: Karachun setzt die Adler früh unter Druck und macht es den Mannheimer Verteidigern schwer, kontrolliert aus der eigenen Zone zu kommen. Minute 8: Die WILD WINGS überstehen die erste Mannheimer Drangphase ohne Gegentreffer und finden zunehmend besser in die Partie. Minute 10: Boaz Bassen ist aufmerksam dazwischen und verpasst nur knapp die Gelegenheit, Austin Ortega auf die Reise zum nächsten Konter zu schicken. Minute 11: Philip Feist sorgt mit einem guten Distanzschuss für einen offensiven Akzent der Neckarstädter. Minute 12: Schwenningen steht inzwischen deutlich kompakter und verteidigt die Angriffe der Adler konzentriert. Minute 15: Nach einer ruhigeren Phase taucht Mannheim wieder gefährlich vor dem Tor auf. Wolf lässt sich auch von Alexander Ehl nicht überwinden und entschärft dessen Abschluss stark. Minute 16: Bassen schaltet schnell um und taucht vor Maximilian Franzreb auf, bringt den Puck aber nicht im Tor unter. Die WILD WINGS setzen immer wieder Nadelstiche über schnelle Gegenstöße – und zeigen, dass hier durchaus etwas möglich ist. Minute 17: Nach einer unübersichtlichen Situation vor dem Schwenninger Tor kommen die Adler gleich zu mehreren Möglichkeiten. Doch die Null steht weiterhin. Im Gegenzug zieht Håkon Hänelt mit einem starken Vorstoß an und kann nur regelwidrig gestoppt werden. Das erste Powerplay der Partie gehört den Wild Wings. Minute 19: Gegen Ende der Überzahl versucht Karachun, den Puck von der blauen Linie zurückzulegen. Der Pass findet allerdings keinen Abnehmer. Minute 20: Schwenningen setzt sich zum Ende des ersten Drittels noch einmal im Mannheimer Drittel fest. Eine klare Abschlusschance springt dabei aber nicht mehr heraus.
Minute 21: Will Weber beweist seine defensive Klasse und verteidigt selbst ohne Schläger entschlossen gegen den Mannheimer Angriff. Minute 22: Ehl läuft allein auf Wolf zu, doch erneut behält der Schwenninger Schlussmann die Oberhand. Kurz darauf muss Thomas Schemitsch auf die Strafbank – erstes Powerplay für Mannheim. Minute 23: Plachta kommt aus halbrechter Position zum Abschluss. Anschließend verteidigen die Schwaben die Überzahl der Adler mit viel Einsatz. Minute 24: Auch den zweiten Abschluss im Powerplay entschärft Wolf souverän. Die Schwenninger halten die Null und überstehen die Unterzahl unbeschadet. Minute 27: Mirko Höfflin legt den Puck beinahe perfekt für Feist auf. Der Stürmer verpasst die Hereingabe jedoch nur knapp. Minute 28: Die WILD WINGS verteidigen weiterhin aufmerksam und lassen Mannheim aktuell nur wenig Raum für gefährliche Abschlüsse. Minute 29: Wolf ist erneut zur Stelle und entschärft den nächsten Mannheimer Versuch. Der Schwenninger Schlussmann erwischt bislang einen glänzenden Abend. Minute 30: Eric Martinsson arbeitet stark mit dem Schläger und verhindert damit, dass Ehl gefährlich zum Abschluss kommt. Minute 31: Plachta versucht es über die kurze Ecke, doch Wolf macht den Winkel rechtzeitig zu. Wenig später bietet sich den Neckarstädtern die nächste Gelegenheit in Überzahl – die nächste Chance auf den Führungstreffer! Minute 33: Ortega zieht mit einem schnellen Antritt noch einmal in Richtung Mannheimer Tor. Doch auch das zweite Schwenninger Powerplay bleibt ohne Torerfolg. Minute 34: Vor dem Schwenninger Gehäuse wird es kurz unübersichtlich. Wolf behält den Überblick und sichert den Puck. Minute 35: Die Adler erhöhen den Druck und kommen mehrfach zum Abschluss. Doch immer wieder ist ein Schläger der Wild Wings oder der überragende Wolf dazwischen. Mannheim beißt sich an der Schwenninger Defensive zunehmend die Zähne aus. Minute 37: Bassen arbeitet aufmerksam gegen den Puck und unterbindet einen weiteren Mannheimer Angriff. Minute 38: Ortega kommt zu einer großen Möglichkeit. Direkt danach setzt er mit einem sehenswerten Flip-Pass auf Thomas Schemitsch den nächsten offensiven Akzent. Minute 39: Karachun bringt den Puck gefährlich durch die Box auf Feist, dessen Abschluss knapp am Tor vorbeigeht. Kurz darauf bietet sich auch Will Weber eine gute Möglichkeit, doch Franzreb verhindert mit einer starken Reaktion den Einschlag. Die Blau-Weißen entwickeln nun enormen Druck in der Offensive! Minute 40: Ortega erzwingt mit einem starken Durchbruch die nächste Strafzeit gegen Mannheim. Kurz vor der zweiten Pause dürfen die Neckarstädter damit erneut in Überzahl ran. Uvira bedient Karachun direkt vor dem Tor, doch Franzreb reagiert glänzend und verhindert die Schwenninger Führung.
Minute 41: Die WILD WINGS starten mit dem Rest ihrer Überzahl in den Schlussabschnitt. Schemitsch verbucht direkt den ersten Abschluss, doch der ersehnte Führungstreffer bleibt zunächst aus. Minute 44: Karachun hält vor dem Tor entscheidend den Schläger in einen Abschluss und verhindert damit eine gefährliche Mannheimer Möglichkeit. Minute 46: Mannheimer Powerplay und Martinsson bekommt im richtigen Moment seinen Schläger an den Puck und fälscht den Mannheimer Abschluss entscheidend ab. Minute 47: Die WILD WINGS verteidigen auch diese Unterzahl mit großer Leidenschaft. Will Weber kehrt zurück aufs Eis, und Schwenningen übersteht die brenzlige Situation erneut ohne Gegentreffer. Minute 48: Höfflin startet zum Konter, wird jedoch kurz vor dem Abschluss entscheidend gestört. Minute 49: Uvira legt auf Bassen ab, der Franzreb mit seinem Abschluss erneut prüft. Die Schwaben bleiben gefährlich. Minute 50: Nicolas Mattinen kommt zum Abschluss, doch Wolf packt die nächste Riesentat aus. Direkt im Gegenzug bietet sich Karachun eine Großchance auf die Schwenninger Führung Minute 51:TOOOOR FÜR DIE WILD WINGS! Jetzt ist der Bann gebrochen! Nach einem Abschluss von Arkadiusz Dziambor verdeckt Höfflin entscheidend die Flugbahn und der Verteidiger trifft zum 1:0! Minute 52: Die WILD WINGS bleiben am Drücker und setzen sich weiter im Mannheimer Drittel fest. Der nächste Treffer liegt in der Luft, eine zwingende Abschlusschance ergibt sich diesmal aber nicht. Minute 54:TOOOOOR FÜR SCHWENNINGEN! Die Neckarstädter legen nach! Martinsson zieht ab, Franzreb kann den Puck nur abprallen lassen – und Feist steht goldrichtig. Eiskalt verwertet der Angreifer den Rebound und schraubt die Schwenninger Führung weiter nach oben. Minute 55: Wolf hält den nächsten Mannheimer Abschluss und macht einmal mehr deutlich, dass die Adler an diesem Nachmittag einen besonders hartnäckigen Gegner vor sich haben. Minute 56: Mannheim nimmt volles Risiko und zieht den Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers. Beinahe nutzen die WILD WINGS das leere Tor zur Entscheidung, doch der Distanzschuss aus der eigenen Zone geht knapp vorbei. Minute 58: Plachta versucht es erneut, doch Wolf pariert sicher und hält auch den anschließenden Rebound fest. Die Schwenninger Defensive stemmt sich mit allem gegen die Mannheimer Schlussoffensive. Minute 59: Die nächste Chance zur endgültigen Entscheidung bietet sich den Gästen, doch auch diesmal geht der Schuss aus dem eigenen Drittel am leeren Tor vorbei. Auf der Gegenseite packt Wolf eine unglaubliche Doppelparade aus und hält seine Mannschaft weiter auf Kurs. Minute 60: Mannheims Geburtstagskind Luke Esposito vollendet einen Querpass und überwindet Wolf doch noch. Nur noch 58 Sekunden trennen die Wild Wings vom Auswärtssieg! Der letzte Mannheimer Angriff wird noch einmal gefährlich, doch Wolf hält auch Espositos abschließenden Schuss. Dann ist Schluss: Die Wild Wings gewinnen in Mannheim und sichern sich drei enorm wichtige Punkte!
Die Wisehockey Stats.
Die Stimme zum Spiel.
Steve Walker „Ich finde, Mannheim ist stark aus der Kabine gekommen, war schnell und hat die Scheiben tief gespielt. Sie haben sich längere Zeit in unserer Zone festgesetzt und uns zu Beginn etwas unter Druck gesetzt. Aber ich glaube, wir haben im Laufe des ersten Drittels besser ins Spiel gefunden und waren in der zweiten Hälfte deutlich stärker. Im zweiten Drittel gab es auf beiden Seiten immer wieder gute Phasen, viele Scheiben zum Tor, starke Blocks und zweite Chancen, bei denen beide Torhüter wichtige Paraden gezeigt haben. Es war eines dieser Spiele, bei denen man das Gefühl hatte, dass ein eher unspektakuläres Tor die Entscheidung bringen würde. Ein Abpraller oder eine Scheibe, die irgendwie durchrutscht, so ähnlich wie bei unserem Treffer – da haben wir es geschafft, die Scheiben zum Tor zu bringen. Gegen Ende hat Mannheim noch einmal viele Scheiben aufs Tor gebracht und dadurch Abpraller erzeugt. Heute sind die Scheiben für uns in die richtige Richtung gesprungen. Bei den Chancen, die beide Mannschaften hatten, hätte das Spiel auch in die andere Richtung gehen können. Es war über weite Strecken eine umkämpfte Partie mit wenig Platz. Beide Mannschaften hatten Schwierigkeiten, sich längere Zeit in der offensiven Zone festzusetzen. Am Ende hatten wir das nötige Glück, heute als Sieger vom Eis zu gehen.“
Die Bildergalerie.
Der Ausblick.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den WILD WINGS nicht. Bereits am Dienstag wartet mit dem nächsten Ligaspiel in Köln die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Die Neckarstädter wollen den Schwung aus dem Derby mitnehmen und an die defensive Stabilität sowie die Effizienz im Schlussdrittel anknüpfen. Der Erfolg in Mannheim dürfte der Mannschaft zusätzliches Selbstvertrauen geben.