Nach einem 0:3-Rückstand sorgen Feist und Lebster für die ersten Heimtreffer der Saison, am Ende reicht die Reaktion beim 2:4 jedoch nicht mehr für Punkte.
Eine eindrucksvolle Choreo eröffnet das zweite Heimspiel der Saison und stellt die Frage: Erhebt sich heute der Schwan? Auf dem Eis finden zunächst allerdings die Gäste die besseren Antworten. Straubing nutzt seine Möglichkeiten konsequent und stellt die WILD WINGS früh vor die nächste schwierige Aufgabe. Nach einem 0:3 im ersten Drittel stabilisiert sich Schwenningen, findet offensiv aber lange keinen Weg an Jakub Skarek vorbei. Erst im Schlussabschnitt bricht Philip Feist den Bann. Reed Lebster lässt wenig später sogar das erste Powerplaytor der Saison folgen. Weil Straubing mitten in die Schwenninger Drangphase zum 1:4 trifft, kommt die Aufholjagd jedoch zu spät.
43′ | P. Feist #9 50′ | R. Lebster #23
Fulltime
2 : 4
Zuschauer 4.636 Helios Arena
7′ | N. Halloran #71 9′ | T. Madden #18 17′ | J. Rees #94 49′ | L. Brandl #73
Der Spielverlauf.
1. Drittel – Straubing schlägt früh zu. Dabei gehört die erste Offensivaktion des Abends den WILD WINGS. Reed Lebster prüft Skarek bereits in der zweiten Minute, der Straubinger Schlussmann ist zur Stelle. Auf der Gegenseite muss wenig später auch Simon Wolf eingreifen und hält sein Tor trotz eines Gerangels vor dem eigenen Gehäuse zunächst sauber. In der siebten Minute ist dann aber auch er geschlagen. Straubing bekommt das erste Powerplay des Abends und nutzt es durch Nicholas Halloran zur Führung. Nur zwei Minuten später kontern die Tigers, der Puck landet erneut im Schwenninger Tor. Die Schiedsrichter überprüfen die Szene per Videobeweis und entscheiden auf „Good Goal“ – 0:2. Schwenningen sucht nach einer Antwort. Håkon Hänelt bedient Philip Feist, dessen Abschluss über die Latte geht, Alexander Karachun wird auf dem Weg zum Tor gleich von drei Gegenspielern gestoppt. Statt des Anschlusstreffers fällt auf der anderen Seite das dritte Tor. Wolf pariert zunächst, doch Jamieson Rees verwertet den Rebound zum 0:3.
2. Drittel – Etwas mehr Zugriff, aber kein Treffer. Im Mitteldrittel gelingt es den WILD WINGS, etwas Druck von Straubing wegzunehmen. Gleichzeitig fehlt auf beiden Seiten des Eises weiterhin der letzte Zugriff. Auch das 21. Schwenninger Powerplay der Saison bleibt ohne Tor. Die beste Gelegenheit auf den ersten Treffer bietet sich in der 25. Minute. Lebster startet aus der neutralen Zone durch und scheitert an Skarek. Platzer kommt an den Rebound, trifft die Scheibe allerdings nicht richtig. Auf der anderen Seite ist Wolf während eines Straubinger Powerplays mehrfach gefordert und hält seine Mannschaft im Spiel. Schwenningen kommt nun regelmäßiger vor das gegnerische Tor. Eric Cornel versucht es nach einem Puckverlust der Tigers von der Blauen, später findet Lebster erneut Cornel, doch auch dieser Abschluss kommt zu zentral. Kurz vor der zweiten Pause entwickeln die WILD WINGS erstmals längeren Druck vor Skareks Tor. Der Treffer fehlt allerdings weiterhin.
3. Drittel – Der Bann bricht – aber Straubing antwortet. Das Schlussdrittel beginnt mit der bis dahin besten Schwenninger Phase. Karachun hat unmittelbar nach Wiederbeginn die große Möglichkeit zum 1:3, doch Skarek pariert und auch der Rebound findet nicht den Weg ins Tor. Zwei Minuten später ist es endlich so weit. Philip Feist erzielt den ersten Heimtreffer der WILD WINGS in dieser Saison und bringt die Helios Arena mit dem 1:3 zurück ins Spiel. Schwenningen bleibt dran. Dominik Bittner bringt die Scheibe aufs Tor, Feist setzt nach und die Intensität rund um das Straubinger Gehäuse nimmt spürbar zu. Doch ausgerechnet in diese Phase hinein folgt der nächste Rückschlag. Linus Brandl erhöht in der 49. Minute auf 1:4. Die WILD WINGS reagieren allerdings unmittelbar. Mirko Höfflin startet zum Breakaway, anschließend wird Feist vor dem Tor zu Fall gebracht. Das folgende Powerplay bringt schließlich den nächsten lange ersehnten Moment: Reed Lebster trifft zum 2:4 und erzielt damit das erste Schwenninger Überzahltor der Saison. Noch einmal keimt Hoffnung auf. Ein weiteres Powerplay bleibt später jedoch ungenutzt, Feist trifft kurz vor Schluss nur das Außennetz. Auch eine Auszeit 40 Sekunden vor dem Ende bringt keinen weiteren Treffer.
So bleibt es beim 2:4. Die WILD WINGS zeigen nach dem frühen 0:3 eine Reaktion und finden im Schlussdrittel endlich auch offensiv den Weg aufs Scoreboard. Für Punkte reicht das an diesem Nachmittag jedoch nicht. Vor allem der frühe Rückstand wiegt am Ende zu schwer.
Die Highlights.
Minute 1: Eine beeindruckende Choreo eröffnet das zweite Heimspiel der Saison. Erhebt sich heute der Schwan? Minute 2: Erste Offensivaktion der WILD WINGS. Lebster kommt zum Abschluss, doch Jakub Skarek pariert. Minute 6: Starke Rettungsaktion von Wolf. Den ersten Abschluss kann er nicht festhalten, im anschließenden Gerangel behaupten sich die WILD WINGS gemeinsam und halten das Tor sauber. Minute 7: Straubing nutzt das erste Powerplay eiskalt. Nicholas Halloran trifft zur 1:0-Führung für die Gäste. Minute 8: Hänelt bedient Feist, der direkt abzieht – sein Abschluss geht über die Latte. Minute 9: Straubing kontert und trifft erneut. Nach Videobeweis bestätigen die Schiedsrichter den Treffer – 0:2 durch Tyler Madden. Minute 12: Karachun macht sich auf den Weg Richtung Straubinger Tor, wird aber gleich von drei Gegenspielern gestoppt. Minute 13: Unübersichtliche Situation vor dem Schwenninger Tor. Wolf bleibt aufmerksam und entschärft die Gefahr. Minute 16: Martinsson arbeitet sich bis vor das Tor und sucht selbst den Abschluss, setzt die Scheibe aber zu hoch an. Minute 17: Wolf pariert zunächst, doch Jamieson Rees verwertet den Rebound zum 0:3. Trotz des Verdachts auf eine mögliche Kickbewegung hat der Treffer Bestand.
Minute 22: Erste Schwenninger Offensivaktion im Mitteldrittel. Trivellato versucht es, bleibt aber ohne Erfolg. Minute 23: Auch das 21. Powerplay der WILD WINGS in dieser Saison bleibt ohne Treffer. Minute 25: Starkes Lebenszeichen der WILD WINGS. Lebster startet aus der neutralen Zone durch und scheitert an Skarek. Platzer kommt an den Rebound, trifft die Scheibe aber nicht richtig. Minute 28: Straubing mit viel Druck im Powerplay. Wolf steht mehrfach unter Beschuss, bleibt aber agil und stabil. Minute 30: Nach einem Straubinger Puckverlust zieht Cornel von der Blauen ab, Skarek pariert. Minute 32: Ein hoher Stock trifft Alex Trivellato hart im Gesicht. Für ihn geht es zunächst zur weiteren Behandlung vom Eis – kann später aber weitermachen. Minute 33: Lebster marschiert nach vorne und sucht den Abschluss. Kurz darauf versucht es Dziambor von der Blauen, zielt aber zu zentral auf Skarek. Minute 35: Lebster erkämpft sich die Scheibe an der Bande und findet Cornel. Der zieht direkt ab, doch wieder kommt der Abschluss zu zentral auf Skarek. Minute 38: Wolf ist erneut gefordert und wehrt mit der Kelle ab. Daraus entwickelt sich auf der anderen Seite ein Schwenninger Konter. Minute 40: Die WILD WINGS beenden das Mitteldrittel mit ihrer ersten längeren Druckphase vor dem Straubinger Tor.
Minute 41: Karachun mit der Großchance auf den Anschluss. Skarek pariert, auch der Rebound will nicht über die Linie. Minute 43: Endlich ist der Bann gebrochen! Feist trifft zum 1:3 und erzielt damit den ersten Schwenninger Heimtreffer der Saison. Minute 45: Ortega sucht den Abschluss, setzt die Scheibe aber am Straubinger Tor vorbei. Minute 46: Bittner schlenzt die Scheibe Richtung Tor, Skarek hält sicher. Feists Nachschuss wird geblockt. Anschließend erhitzen sich die Gemüter im Straubinger Torraum – Strafen auf beiden Seiten. Minute 46: Gruppenkuscheln auf den Strafbänken – gleich mehrere Spieler müssen zunächst zuschauen. Minute 49: Mitten in die Schwenninger Drangphase erhöht Linus Brandl für Straubing auf 1:4. Minute 49: Die direkte Antwort bleibt beinahe nicht aus: Höfflin startet zum Breakaway, Feist lauert vor dem Tor auf die nächste Möglichkeit und wird per Beinstellen gestoppt. Minute 50: Da ist es tatsächlich: das erste Schwenninger Powerplaytor der Saison! Lebster, von Bassen und Platzer herrlich freigespielt, zieht ab und verkürzt auf 2:4. Minute 55: Erneut Powerplay für die WILD WINGS, diesmal findet Schwenningen jedoch nicht in die gewünschte Formation. Minute 58: Feist macht sich noch einmal auf den Weg Richtung Tor, trifft aus spitzem Winkel aber nur das Außennetz. Minute 60: 40 Sekunden vor Schluss nimmt Schwenningen die Auszeit. Nach dem Bully vor dem Straubinger Tor fällt jedoch kein weiterer Treffer – die Partie endet mit 2:4.
Die Wisehockey Stats.
Die Stimme zum Spiel.
Will Weber „Das erste Drittel war natürlich nicht gut von uns. Du kannst nicht mit drei Gegentoren starten, weil du dann das ganze Spiel einem Rückstand hinterherläufst. Danach haben wir im zweiten Drittel angefangen, unser Spiel zu finden, und über weite Teile des zweiten und dritten Drittels waren wir aus meiner Sicht die bessere Mannschaft. Wir nehmen die positiven Dinge mit. Das Powerplaytor war wichtig, um etwas Momentum zu bekommen. Mir hat gefallen, wie wir nach dem 0:3 reagiert haben. Wir hätten uns auch aufgeben können, aber wir haben weitergekämpft und vor allem im dritten Drittel wieder unser Spiel gespielt.“
Die Bildergalerie.
Der Ausblick.
Weiter geht es für die WILD WINGS am kommenden Freitag. Dann wartet auswärts bei den Kölner Haien das Rematch des letztjährigen Viertelfinals. Nach dem schwierigen Saisonstart bietet die Neuauflage des Playoff-Duells die nächste Gelegenheit auf Punkte.
TORE
0:1 | N. Halloran #71 - J. Beaudin #23; T. Madden #18 | 06:50 [PPG]
0:2 | T. Madden #18 - M. Brandt #92; S. McKenzie #92 | 08:24 [EQ]
0:3 | J. Rees #94 - N. Halloran #71; A. Green #6 | 16:42 [EQ]
1:3 | P. Feist #9 - M. Höfflin #10; H. Hänelt | 42:14 [EQ]
1:4 | L. Brandl #73 - A. Green #6; T. Brunnhuber #19 | 48:34 [EQ]
2:4 | R. Lebster #23 - K. Platzer #88; B. Bassen #64 | 49:55 [PPG]
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