Schwenningen führt früh, ist nach dem 2:3 noch einmal zurück im Spiel, muss sich den Pinguinen am Ende aber mit 2:5 geschlagen geben.
Der erhoffte nächste Schritt nach dem Erfolg in Wolfsburg bleibt aus. Die WILD WINGS starten in Krefeld konzentriert, gehen durch Kapitän Kyle Platzer früh in Führung und haben die Partie zunächst unter Kontrolle. Danach schleichen sich jedoch zunehmend Fehler ins Schwenninger Spiel ein. Krefeld nutzt diese konsequenter und dreht die Partie. Im Schlussdrittel zeigen die Blau-Weißen noch einmal, welches Niveau in ihnen steckt, verkürzen durch Thomas Schemitsch und drängen auf den Ausgleich. Ausgerechnet in dieser Phase fällt das 4:2. Am Ende steht ein 2:5 und die Erkenntnis, dass sich Schwenningen an diesem Nachmittag zu oft selbst das Leben schwer gemacht hat.
14′ | A. Payerl #90 20′ | M. Newton #37 30‘ | M. Müller #9 49′ | M. Santos #95 58′ | A. Payerl #90
Fulltime
5 : 2
Zuschauer 6.488 YAYLA Arena
4′ | K. Platzer #88 44′ | T. Schemitsch #62
Der Spielverlauf.
1. Drittel – Der gute Start bekommt Risse. Die WILD WINGS kommen konzentriert in die Partie und belohnen sich früh. Feist arbeitet hinter dem Krefelder Tor stark und findet Platzer frei im Slot. Der Kapitän lässt sich die Gelegenheit nicht nehmen und trifft in der vierten Minute zum 1:0. Danach verliert das Schwenninger Spiel jedoch zunehmend an Tempo. Auch das erste Powerplay bringt kaum Gefahr, während Krefeld in eigener Überzahl zielstrebiger agiert und durch Payerl zum Ausgleich kommt. Schwenningen findet anschließend nur phasenweise zurück in die Offensive. Besonders bitter wird es unmittelbar vor der Pause: Nach Scheibenverlusten hinter und vor dem eigenen Tor nutzt Max Newton die Gelegenheit und dreht das Spiel zum 2:1.
2. Drittel – Zu viele eigene Fehler. Schwenningen kommt zunächst mit einem verbesserten Powerplay aus der Kabine. Platzer und Valk haben Möglichkeiten, insgesamt fehlt der Überzahl aber weiterhin die notwendige Konsequenz. Das größere Problem bleibt an diesem Nachmittag jedoch der eigene Umgang mit der Scheibe. In der 30. Minute fährt Schwenningen zum Wechsel und lässt die rechte Seite komplett offen. Müller nutzt den Raum, umkurvt Eriksson und erhöht auf 3:1. Die WILD WINGS suchen danach nach einer Antwort. Lebster setzt Höfflin in Szene, später rutscht ein Nachschuss von Ortega durch Jatkola hindurch knapp am Pfosten vorbei. Der Aufwand ist da, der Ertrag bleibt aus.
3. Drittel – Erst Hoffnung, dann der nächste Rückschlag. Dann zeigen die WILD WINGS, wie es aussehen kann. Platzer bedient Schemitsch, der in der 44. Minute zum 2:3 vollendet. Nur Augenblicke später hat Ortega sogar den Ausgleich auf dem Schläger, scheitert aber frei vor Jatkola. Schwenningen erhöht jetzt den Druck. Auch im Powerplay fehlen nur Zentimeter, und nach starker Vorarbeit von Valk kommt Höfflin zur nächsten hochkarätigen Möglichkeit. Mitten in diese beste Schwenninger Phase hinein folgt jedoch der nächste Rückschlag. Einen ersten Abschluss kann Eriksson noch abwehren, beim Rebound auf Santos bekommt Schwenningen die Situation nicht geklärt – 4:2. Krefeld bekommt anschließend weitere Überzahlsituationen und bringt die Partie unter Kontrolle. In der 58. Minute verwertet Payerl schließlich einen Abpraller zum 5:2-Endstand.
Nach dem starken Auftritt in Wolfsburg gelingt es den WILD WINGS in Krefeld nicht, dieses Niveau über 60 Minuten zu bestätigen. Der Beginn und die Phase nach dem 2:3 zeigen, welches Potenzial vorhanden ist. Dazwischen stehen jedoch zu viele eigene Fehler, fehlende Konsequenz und erneut ein Powerplay, das zu wenig Gefahr entwickelt.
Die Highlights.
Minute 4:TOOOOR für die WILD WINGS! Feist arbeitet stark hinter dem Tor und findet Platzer frei im Slot. Der Capitano vollstreckt zur frühen 1:0-Führung. Auf geht’s, Jungs! Minute 8: Krefeld meldet sich an. Gogulla versucht es aus spitzem Winkel, zielt aber zu zentral – kein Problem für Eriksson. Minute 10: Das Schwenninger Powerplay kommt nicht in Schwung, stattdessen hat Krefeld sogar die Chance auf den Shorthander. In Überzahl bleibt bei den WILD WINGS weiter Luft nach oben. Minute 11: Erste Druckphase der Krefelder kurz vor dem Powerbreak. Max Newton und Santos sorgen für Gefahr, doch Eriksson ist mit der Fanghand zur Stelle. Minute 12: Krefelds Powerplay wird gefährlicher. Durch viel Verkehr kommt die Scheibe aufs Tor, doch Joacim Eriksson ist mit dem Schoner stark zur Stelle. Minute 14: Schwenningen zieht die nächste Strafe, und diesmal nutzt Krefeld das Powerplay. Adam Payerl trifft zum 1:1-Ausgleich. Minute 16: Endlich wieder die Neckarstädter offensiv. Wilde von der Blauen über die Bande, Platzer legt quer und Hänelt verpasst nur knapp. Beste WILD WINGS-Aktion nach einer offensiven Dürrephase. Minute 18: Hänelt verzögert stark und legt quer auf Reed Lebster, dessen Direktschuss knapp am kurzen Pfosten vorbeistreicht. Minute 20: Schwenningen macht sich das Leben unnötig selbst schwer. Die Scheibe geht erst hinter und dann vor dem eigenen Tor verloren – Max Newton nutzt das eiskalt und trifft Sekunden vor der Pause zum 2:1 für Krefeld.
Minute 22: Erster Schwenninger Abschluss im Mitteldrittel. Will Weber zieht aus der Distanz ab, Ortega versucht abzufälschen – nicht gefährlich genug für Juha Jatkola. Minute 24: Das Schwenninger Powerplay sieht zunächst verbessert aus. Platzer aus dem Slot und Valk per Direktschuss ans Außennetz sorgen für Gefahr. Der Torerfolg bleibt aus. Minute 28: Nächste Möglichkeit im Powerplay. Lebster hält den Schläger gut rein, insgesamt fehlt der Überzahl aber weiterhin die letzte Struktur und Konsequenz. Minute 30: Schwenningen fährt zum Wechsel und lässt dabei die rechte Seite komplett offen. Marcel Müller nutzt den freien Raum, umkurvt Eriksson und trifft zum 3:1 für die Pinguine. Minute 34: Endlich geht es wieder schnell. Lebster bedient Höfflin, der beim Abschluss aber entscheidend gestört wird – der Anschlusstreffer bleibt aus. Minute 37: Das muss er doch sein?! Stark herausgespielt, Ortega stochert nach, die Scheibe rutscht an knapp Jatkola vorbei, aber auch am Pfosten.
Minute 42: Unterzahl überstanden, auf der anderen Seite hat Valk den ersten Schwenninger Abschluss im Schlussdrittel, bleibt dabei aber zu zaghaft. Minute 44: Das ist Schwenninger Eishockey! Platzer bedient Schemitsch hervorragend, der lässt sich nicht zweimal bitten und vollstreckt zum 2:3-Anschlusstreffer. Bitte mehr davon! Minute 44: Und direkt die Riesenchance auf den Ausgleich! Ortega steht im Powerplay frei vor Juha Jatkola, scheitert aber am Krefelder Schlussmann. Jetzt sind die WILD WINGS da! Minute 47: In der Vorbereitung traf Reed Lebster noch wie am Fließband, jetzt fehlt das letzte Quäntchen Glück. Starker Abschluss im Powerplay, doch erneut fehlen nur wenige Zentimeter zum ersten Saisontreffer. Dranbleiben, Schwenningen! Minute 49: Starke Arbeit von Valk, der Höfflin bedient. Der Querpass wird noch leicht abgefälscht, Höfflin schlägt deshalb über die Scheibe. Aber jetzt spielen die WILD WINGS so, wie sie es können – und müssen. Minute 51: Bitter für die WILD WINGS. Den ersten Abschluss im Schlussabschnitt kann Eriksson noch abwehren, beim Rebound auf Santos kommt Schwenningen nicht mehr in die Situation. Krefeld nutzt das und erhöht auf 4:2. Minute 52: Powerplay für den KEV. Max Newton kommt zum Abschluss, trifft aber nur den Außenpfosten. Minute 53: Krefeld kurzzeitig mit doppelter Überzahl. Im anschließenden Fünf-gegen-Vier nimmt Payerl Eriksson gut die Sicht, doch der Schwenninger Schlussmann fängt die Scheibe sicher. Minute 58: Krefeld nutzt das Powerplay. Newton bringt die Scheibe zum Tor, Payerl steht richtig und verwertet den Abpraller zum 5:2 für die Pinguine.
Die Wisehockey Stats.
Die Stimme zum Spiel.
Steve Walker „Wir sind gut ins Spiel und hatten im ersten Drittel die Kontrolle. Im zweiten Abschnitt haben wir dann einige schlechte Entscheidungen mit der Scheibe getroffen und damit ihre Offensive zu oft gefüttert. Am Ende haben wir auch zu viele Strafen genommen. Und wenn du einem Spiel hinterherläufst, macht es das schwierig, egal gegen wen du spielst. Unser Powerplay macht im Moment in jedem Spiel den Unterschied – leider gegen uns. Heute kassieren wir zwei Tore in Unterzahl. Irgendwann müssen wir einen Weg finden, die Scheiben zum Tor zu bringen und dort mit Verkehr für Unruhe zu sorgen. Krefeld hat das auf der anderen Seite sehr gut gemacht: Scheiben aufs Tor, Rebounds finden, dreckige Tore erzielen. Es muss nicht schön sein. Wir müssen die Dinge vereinfachen. Wenn wir eine Schussbahn haben, müssen wir schießen, den Gegner unter Druck setzen und dafür sorgen, dass der Torhüter durch Screens und Verkehr arbeiten muss. Wir müssen vor dem Tor unangenehmer sein. Im Moment passen wir die Scheibe zu oft noch einmal weiter, obwohl wir eigentlich in guten Positionen sind. Dann entsteht Frust, man versucht den zusätzlichen Spielzug oder zu viel alleine zu machen, anstatt sich auf unsere Struktur zu verlassen. Genau daran müssen wir arbeiten.“
Die Bildergalerie.
Der Ausblick.
So geht es für die Neckarstädter weiter: Am kommenden Freitag wartet das nächste Auswärtsspiel bei den Nürnberg Ice Tigers, ehe am Sonntag die Straubing Tigers in der Helios Arena zu Gast sind. Beide kommenden Gegner trafen bereits am heutigen Sonntag aufeinander: Straubing setzte sich nach Penaltyschießen durch und fügte Nürnberg damit die erste Niederlage der Saison zu.
TORE
0:1 | K. Platzer #88 - P. Feist #9; H. Hänelt #19 | 03:54 [EQ]
1:1 | A. Payerl #90 - M. Santos #95; D. Vandane #55 | 13:12 [PPG]
2:1 | M. Newton #37 - O. Mebus #22; M. Gildon #8 | 19:34 [EQ]
3:1 | M. Müller #9 - M. Newton #37; M. Gildon #8 | 29:41 [EQ]
3:2 | T. Schemitsch #62 - K. Platzer #88; P. Feist #9 | 43:35 [EQ]
4:2 | M. Santos #95 - D. Vandane #55 | 48:57 [EQ]
5:2 | A. Payerl #90 - M. Newton #37; M. Santos #95 | 57:10 [PPG]
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