WILD WINGS sind gut im Spiel, verlieren am Ende jedoch knapp mit einem Tor Unterschied.
Welches Team kann die Erfolgsserie der Kölner Haie brechen? Nach 60 Minuten lautet die Antwort: Leider nicht die WILD WINGS. Nachdem die Neckarstädter schnell in die Partie fanden, konnten sie das Momentum über weite Teile des Spiels auf ihrem Konto verbuchen. Am Ende mangelte es jedoch erneut an der nötigen Effizienz, um den Tabellenführer mit null Punkten nach Hause zu schicken.
20′ | B. Marshall #54 53′ | P. Hungerecker #94
Fulltime
2 : 3
Zuschauer 5.125 Helios Arena
14′ | R. Van Calster #5 19′ | G. MacLeod #89 57′ | M. Kammerer #9
Der Spielverlauf.
Beide Mannschaften starteten offensivlustig in die Partie und suchten früh den Weg zum Tor. Etwas mehr Spielanteile konnten daraufhin die Haie, die ein präzises Passspiel an den Tag legten, auf ihrem Konto verbuchen, wobei die Neckarstädter gut verteidigten und vorerst nur wenig Großchancen zuließen. Die besseren Abschlüsse erfolgten dabei ebenfalls auf Seiten der Hausherren, jedoch mangelte es hier etwas an der letzten Durchschlagskraft. Zu dieser fanden die Haie in den letzten fünf Minuten des ersten Drittels dann gleich doppelt und gingen – etwas glücklich – mit 0:2 in Führung. Eine Sekunde vor Ende konnten sich dann aber auch die WILD WINGS auf die Anzeigetafel schalten und im Powerplay auf 1:2 verkürzen. In einer bis dato relativ fairen Partie, konnten die Gastgeber in der Anfangsphase des Mittelabschnitts mehr Offensivakzente setzen und den gegnerischen Goalie somit zu einigen guten Paraden zwingen. Darüber hinaus präsentierten sich die WILD WINGS diszipliniert und blieben – wie im Vorfeld beabsichtigt – von der Strafbank fern. Doch auch im 5 gegen 5 konnten die Kölner ein hohes Pressing ausüben und mit der Zeit ebenfalls wieder viel Torgefahr ausstrahlen. Zu Beginn des Schlussdrittels blieb das ganz große Spektakel vorerst aus. Spätestens ab der 44. Spielminute nahmen die WILD WINGS das Zepter – insbesondere in der Offensivzone – dann aber weitestgehend in ihre Hand. Ordentlich aufs Gaspedal drückend, lautete die einzige Baustelle auf Seiten der Hausherren, die sich in diesem Drittel deutlich aktiver zeigten, wieder einmal Effizienz. Sieben Minuten vor Spielende erzielten die Neckarstädter dann endlich den verdienten Ausgleichstreffer zum 2:2. Diese Euphorie hielt jedoch nicht lange, denn kurze Zeit später stellten die Gäste ihre Führung wieder her. Am Ende blieb nicht genügend Zeit, um das Spiel noch einmal zu drehen.
Die Highlights.
Minute 1: Nach bereits wenigen Sekunden verbuchen die WILD WINGS die erste Großchance auf ihrem Konto. Am Ende verpasst Alexander Karachun unmittelbar vor dem Kasten. Minute 2: Auf der anderen Seite des Eises sorgen kurz darauf auch die Gäste für erste Torgefahr. Die Endstation lautet jedoch Joacim Eriksson. Minute 8: Nächste vielversprechende Chance der Hausherren in Person von Tyson Spink. Mit viel Tempo über rechts kommend, landet die Scheibe jedoch neben dem Gestänge. Minute 9: Viel Traffic vor dem Kölner Kasten. Im letzten Moment können die Haie allerdings klären und sich aus der brenzligen Situation befreien. Minute 11: Valtteri Kemiläinen positioniert sich auf der linken Seite und setzt das Hartgummi aus einem spitzen Winkel nur wenige Zentimeter neben den Pfosten. Knappe Kiste! Minute 14: Oh nein – die Gäste gehen effizient in Führung. Zuerst wirkt der Abschluss eher ungefährlich, jedoch sorgt ein unglücklicher Aufpraller dafür, dass Joacim Eriksson zu spät reagiert und den Gegentreffer somit nicht verhindern kann. Der Torschütze zum 0:1 heißt Robin Van Calster. Minute 18: Wuchtiger Abschluss von Maximilian Kammerer aus halblinker Position. Minute 19: Tyson Spink erzielt beinahe den Ausgleichstreffer. Am rechten Pfosten verliert er jedoch das 1 gegen 1 Duell mit Janne Juvonen. Wenige Augenblicke später legen die Haie nach und erhöhen auf 0:2. In einer unübersichtlichen Situation muss sich Joacim Eriksson erneut geschlagen geben. Und auch der Videobeweis bestätigt: Gregor MacLeod schaltet sich und seine Mannschaft zum zweiten Mal an diesem Abend auf die Anzeigetafel. Minute 20: Yes – eine Sekunde vor Drittelende erzielen die WILD WINGS den Anschlusstreffer zum 1:2. Der Torschütze im eigenen Überzahlspiel heißt Ben Marshall, der somit sein erstes Saisontor erzielt.
Minute 23: Tim Gettinger scheitert im Alleingang an Janne Juvonen. Dennoch klasse Konterchance! Minute 25: Tylor Spink setzt den nächsten Offensivakzent und befördert das Spielgerät knapp am Gehäuse vorbei. Schade… Minute 27: Ryan MacInnis versucht es mit viel Tempo, bekommt die Scheibe im Highslot jedoch nicht richtig unter Kontrolle. Minute 33: Sehr gefährlicher Abschluss von Dominik Bokk über die rechte Seite. Doch am Ende kann Joacim Eriksson die Scheibe mit der Schulter nach oben abwehren. Wenige Sekunden später herrscht auf den Rängen kurze Schockstarre, als das Hartgummi unmittelbar vor der Torlinie im Schwenninger Slot freigelegt wird. Die Neckarstädter bleiben jedoch aufmerksam und verhindern so das 1:3. Minute 38: Kurze Orientierungsprobleme, doch dann hält der Schwenninger Schlussmann die Scheibe sicher. Minute 40: Ben Marshall platziert das Hartgummi in der Fanghand von Janne Juvonen.
Minute 44: Philip Feist zwingt den Kölner Goalie zu einer schnellen Reaktion mit der Stockhand. Minute 45: Kurz darauf ist es Kyle Platzer, der den Ausgleichstreffer um ein Haar verpasst. Minute 48: Jordan Szwarz zeigt den nächsten gefährlichen Direktschuss über rechts, doch Janne Juvonen fährt die Fanghand aus. Minute 50: Håkon Hänelt setzt sich im gegnerischen Drittel gut durch und verbucht den nächsten Hochkaräter auf Seiten der Neckarstädter. Minute 53: Dieser Treffer hat sich angebahnt, denn die WILD WINGS präsentieren sich in diesem Drittel deutlich aktiver. Nach Ansicht des Videobeweises bestätigen auch die Schiedsrichter: Bei viel Trubel vor dem Kasten setzt sich Phil Hungerecker durch und bringt die Halle mit seinem Ausgleichstreffer zum Jubeln. 2:2! Minute 56: In dieser Spielminute schlägt ein starkes Schwenninger Unterzahlspiel das beste Powerplay der Liga. Minute 57: 15 Sekunden vor Ablauf der Strafe schlägt das Überzahlspiel der Kölner dann aber doch noch zu. Maximilian Kammerer versenkt die Scheibe exakt im Winkel und beschert seiner Mannschaft die erneute Führung zum 2:3. Minute 58: Das hätte der erneute Ausgleichstreffer sein können oder sogar müssen?! Im eigenen Überzahlspiel sorgen die Hausherren für ganz viel Torgefahr. Janne Juvonen stellt seine Qualitäten doch auch heute unter Beweis.
Die Wisehockey Stats.
Die Stimme zum Spiel.
PhilHungerecker „Wir waren heute nicht die schlechtere Mannschaft. Die Kölner haben sich ihre Chancen gut herausgespielt, diese eiskalt ausgenutzt und haben nicht umsonst das beste Powerplay der Liga. Zum Schluss hatten wir jedoch selbst noch die Chance zum Ausgleich. Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht, aber im Endeffekt stehen wir ohne Punkte da. Diese müssen wir uns am Sonntag wieder holen. Wir müssen genau so weiterspielen und vielleicht unsere Turnover in der Mitte ein wenig abstellen.“
Die Bildergalerie.
Der Ausblick.
Noch zwei Spiele, bis der Spielplan aufgrund der Olympiapause eine vierwöchige Pause einlegt. Zum Wochenabschluss reisen die WILD WINGS ins benachbarte Bundesland nach Bayern, wo sie um 16:30 Uhr auf den ERC Ingolstadt treffen. Nur zwei Tage später steht dann das nächste Heimspiel auf der Agenda. Am Dienstag, um 19:30 Uhr, empfangen die Neckarstädter erneut ein Team aus Bayern – den EHC Red Bull München.
TORE
0:1 | R. Van Calster #5 - M. Müller #91| 13:59 [EQ]
0:2 | G. MacLeod #89 - N. Schnarr #76; V. Kemiläinen #13 | 18:42 [EQ]
1:2 | B. Marshall #54 - K. Platzer #88; J. Szwarz #14 | 19:59 [PPG]
2:2 | P. Hungerecker #94 - T. Spink #90; T. Spink #96 | 52:33 [EQ]
2:3 | M. Kammerer #9 - D. Bokk #78; O. Kaski #7 | 56:27 [PPG]
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