Neckarstädter verlieren gegen leidenschaftlich agierende Dresdner.
Weniger als 48 Stunden nach dem Heimerfolg gegen die Löwen Frankfurt, trafen die WILD WINGS heute – erneut vor heimischer sowie ausverkaufter Kulisse – auf den sportlichen Absteiger aus Dresden. Nicht ungefährlich wurden die Sachsen, die aufgrund der Tabellensituation nichts mehr zu verlieren haben, im Vorfeld der Partie eingeschätzt. Und so war es auch: Obwohl sich die WILD WINGS als spielbestimmende und aktivere Mannschaft präsentierten, agierten die Gäste leidenschaftlich, konnten ihre Chancen effizient verwerten und gewannen am Ende mit 2:5.
48′ | A. Karachun #47 56′ | J. Szwarz #14
Fulltime
2 : 5
Zuschauer 5.100 Helios Arena
10′ | L. Bouma #17 29′ | T. Andres #92 52′ | D. Fox #27 58′ | S. Karlsson #24 60′ | O. Granz #23
Der Spielverlauf.
Nachdem die Gäste druckvoll in die Partie starteten und zu Beginn die besseren Torchancen auf ihrem Konto verbuchen konnten, sorgten mit der Zeit auch die Neckarstädter zunehmend für Offensivgefahr. Kaltschnäuziger vor dem Kasten präsentierten sich dann aber die Eislöwen, die in der 10. Spielminute effizient mit 0:1 in Führung gingen. Den WILD WINGS hingegen mangelte es vorerst an der nötigen Präzision im Slot, um eine ihrer Chancen im Gehäuse unterzubringen. Die ersten Minuten des Mittelabschnitts missten daraufhin das ganz große Spektakel. Mit der Zeit steigerte sich der Unterhaltungsfaktor jedoch wieder, da beide Mannschaften gut in der Vorwärtsbewegung agierten und die Partie somit von einem raschen Hin und Her gekennzeichnet war. Nach einer Weile nahmen die WILD WINGS das Zepter dann aber wieder weitestgehend in ihre Hand und präsentierten sich als aktivere sowie torgefährlichere Mannschaft. In Bezug auf die Chancenverwertung behielt Dresden – in einer zunehmend hitzigen Partie – die Nasenspitze allerdings weiter vorne und erhöhte in der 29. Spielminute auf 0:2. Die Überlegenheit verweilte jedoch auch im Schlussdrittel vorerst auf Seiten der WILD WINGS, sodass die Gäste, die lediglich vereinzelt Torgefahr ausstrahlen konnten, hauptsächlich mit Defensivaktionen gefordert waren. Gut zwölf Minuten vor Spielende fanden die Neckarstädter dann endlich zu ihrer eigenen Effizienz und verkürzten auf 1:2. Daraufhin zogen jedoch die Sachsen das Momentum erneut auf ihre Seite und stellten im doppelten Überzahlspiel ihren 2-Tore-Vorsprung wieder her. Doch auch diese Euphorie hielt nicht lange, fanden die WILD WINGS kurze Zeit später die passende Antwort in Form des 2:3. Hierauf reagierten wiederum die Sachsen mit dem 2:4, weshalb die letzten Spielminuten von einem offenen Schlagabtausch geprägt waren. Mit dem Empty Netter zum 2:5 machten die Gäste den Auswärtssieg dann aber perfekt.
Die Highlights.
Minute 1: Nach gerade einmal 30 Sekunden setzt sich Tomas Sykora gut in der neutralen Zone durch und startet einen schnellen Konter. Am Ende landet die Scheibe jedoch wenige Zentimeter neben dem Gestänge. Aus diesem Angriff resultiert die erste Strafe der Partie und diese richtet sich gegen die WILD WINGS. Im Powerplay ist es dann Austin Ortega, der das Tor auf dem Schläger hat und ganz knapp am linken Pfosten verpasst. Minute 2: Guter Abschluss von Kyle Platzer im eigenen Unterzahlspiel. Minute 4: Rourke Chartier platziert die Scheibe in der Fanghand von Joacim Eriksson. Minute 6: Bislang beste Chance auf Seiten der Hausherren: Janick Schwendener rettet im letzten Moment auf der Linie. Einer der Hauptakteure dieser Großchance heißt Felix Scheel. Minute 7: Powerplay Schwenningen, in dem die WILD WINGS gleich mehrere Hochkaräter auf ihrem Konto verbuchen können. Im letzten Anlauf setzt Eric Martinsson das Spielgerät knapp neben den Pfosten. Minute 10: Die Gäste gehen effizient mit 0:1 in Führung. Und auch der Videobeweis bestätigt: Lance Bouma befördert die Scheibe in einer unübersichtlichen Situation über die Torlinie und erzielt den ersten Treffer des Abends. Minute 13: Sebastian Uvira versucht es aus der Drehung. Dem Abschluss mangelt es jedoch etwas an Präzision. Minute 14: Nächste dicke Chance der Neckarstädter. Dieses Mal ist es Tyson Spink, der aus dem Slot heraus mit viel Platz abschließt und den Dresdner Goalie zu einer schnellen Reaktion zwingt.
Minute 23: Philip Feist kommt mit viel Tempo, die Endstation lautet jedoch erneut Janick Schwendener. Minute 26: Viel Traffic vor dem Dresdner Kasten, doch die Eislöwen können klären und die Scheibe sichern. Minute 29: Jordan Szwarz scheitert am rechten Pfosten und verpasst aus kürzester Distanz. Im Gegenzug erhöhen die Eislöwen effizient auf 0:2. Dieses Mal heißt der Torschütze Tomáš Andres, der das Hartgummi auf Zuspiel von Sebastian Gorcik im Netz versenkt. Minute 35: Will Weber setzt die Scheibe – etwas zu hoch – über den Kasten.
Minute 44: Tylor Spink sorgt im eigenen Überzahlspiel über die rechte Seite für viel Torgefahr. Doch auch dieser Abschluss entpuppt sich letztlich als zu zentral. Minute 45: Wuchtiger Torschuss von Austin Ortega im Powerplay der Dresdner. Hier hat nicht viel gefehlt… Minute 46: Guter Save von Joacim Eriksson mit der Fanghand. Minute 47: Schöner Querpass auf Matthias Pischoff, der am rechten Pfosten klasse in Szene gesetzt wird. Minute 48: Endlich – Alexander Karachun erlöst die Helios Arena, setzt die Scheibe über links exakt in den Winkel und verkürzt auf 1:2! Minute 52: Im doppelten Überzahlspiel stellen die Eislöwen ihren 2-Tore-Vorsprung wieder her und treffen zum 1:3. Dane Fox verwandelt und bringt die Gästefans zum Jubeln. Minute 56: Jordan Szwarz liefert die passende Antwort und erzielt fünf Minuten vor Spielende den Anschlusstreffer zum 2:3! Jetzt heißt es dranbleiben. Minute 58: Dieses Ziel setzten sich jedoch auch die Gäste, denn die Reaktion folgt kurze Zeit später. Simon Karlsson erhöht auf 2:4 und stellt die WILD WINGS vor eine zunehmende Herausforderung. Minute 60: Oliver Granz macht mit seinem Empty Netter den Deckel drauf und trifft zum 2:5 Endstand.
Die Wisehockey Stats.
Die Stimme zum Spiel.
Steve Walker „Es ist eins dieser Spiele, in denen du alles zu verlieren hast. Wir haben nur teilweise gut gespielt. Es ist eine harte Niederlage, aber man muss Dresden auch loben, weil sie defensiv gut gespielt und zur richtigen Zeit ihre Chancen genutzt haben. Die Überzahlsituationen haben heute ebenfalls einen Unterschied dargestellt. Wir sind im Moment im Playoff-Modus, müssen uns jetzt neu finden und uns besser fokussieren im Spiel gegen Nürnberg.“
Die Bildergalerie.
Der Ausblick.
Nächste Woche warten erneut drei Spiele auf das Team von Steve Walker. Alle Gegner kommen dabei aus dem benachbarten Bundesland Bayern. Den Anfang macht die Auswärtspartie in Nürnberg am Mittwochabend um 19:30 Uhr. Und auch am Freitag müssen die WILD WINGS auswärts ran. Hier treffen sie auf den Viertplatzierten aus Straubing.