Auch in Spiel 2 mischen die Neckarstädter voll mit.
Playoffs Baby! Und wir lieben alles daran. Nach den bisherigen 120 Minuten dieses Viertelfinales stimmt vieles aus Sicht der WILD WINGS, nur der Zwischenstand von 0:2 nicht. Auch heute in der mit 18.600 Zuschauern restlos ausverkauften Lanxess Arena verkaufte sich der vermeintlich krasse Außenseiter mehr als respektabel und gab sich wie schon am Mittwoch die Chance einen Sieg einzufahren. Noch scheint angesichts des offensichtlichen Leistungsvermögens nichts verloren zu sein. Ein Gewinn der Serie würde jetzt noch mehr Qualität bekommen.
9′ | P. Hungerecker #94 16′ | T. Spink #96
Fulltime
2 : 4
Zuschauer 18.600 Lanxess Arena
15′ | N. Schnarr #76 38′ | D. Uher #26 43′ | N. Schnarr #76 60′ | L. Aubry #15
Der Spielverlauf.
Nach ein paar Minuten des Abtastens nahm diese Partie schnell an Fahrt auf und die Neckarstädter präsentierten sich extrem griffig und bereit – hatten mit Joacim Eriksson aber auch einen richtig starken Rückhalt. Doch es gelang dem Team von Steve Walker die richtigen Stellschrauben nach Spiel 1 zu anzuziehen, denn genau daraus resultierten die beiden Treffer aus dem ersten Spielabschnitt. Schwenningen sorgte auf dem Eis und auch auf den Ränge für echtes Playoff-Feeling in der Lanxess Arena. Obwohl die Neckarstädter im zweiten Drittel den Ausgleich hinnehmen mussten, blieben sie komplett bei der Musik. Gerade in einer vierminütigen Überzahl sprangen gute Chancen inklusive eines Lattentreffer heraus. Wirklich beeindruckend, wie die WILD WINGS über bis dato fünf Drittel gegen den Hauptrundenmeister mithalten konnten. Im Schlussdrittel war es weiterhin ein Spiel auf Augenhöhe, was letztlich den Unterschied machte: vielleicht ein kleiner Fehler hier und eine verpasste Chancen da. So stand die zweite Niederlage für die WILD WINGS im Playoffbaum zu Buche – nach Leistungen, die mehr als ansprechend waren bitter.
Die Highlights.
Minute 3: Schwenningen mit dem ersten richtig guten Wechsel und Ben Marshall zündet einfach ab. Minute 4: Nächste gute Aktion der WILD WINGS bringt Boaz Bassen über halbrechts einen Abschluss ein. Minute 5: Die bislang beste Sequenz der Haie. Bokk, 2x Aubry und Storm scheitern allesamt an einem überragenden Eriksson. Minute 8: Köln hält die Scheibe mit etwas Glück im Drittel – dann hat Tuomie den Onetimer, aber der Blocker von Eriksson ist zur Stelle. Minute 9: Toooor! Wie auf dem Reisbrett. Steve Walker spricht vor dem Spiel von schnellen Gegenstößen und sein Team liefert ab. 1:0 durch Phil Hungerecker. Minute 15: Erstes Powerplay für die Haie und es dauert nicht lange: Nate Schnarr von der Shooter-Position zum Ausgleich. Minute 16: Die postwendende Antwort. Ein Screen vor Juvonen und der Schuss von Will Weber von der blauen Linie. Weil Kaski Tyson Spink aus den Augen verliert, stellen die Neckarstädter auf 2:1. Minute 20: Die letzte Aktion des Drittels bringt beinahe das 3:1 – klasse wie Karachun sich da durchtankt und Szwarz im Slot bedient.
Minute 23: Guter Wechsel der Spink-Reihe bringt viel Zonetime – Köln kann nur noch Tief spielen. Minute 25: Alex Trivellato mit einem richtig guten Schläger defensiv – danach kann Schwenningen offensive generieren. Minute 28: Auch auf der anderen Seite bringt der Tip den Erfolg – Uher mit dem 2:2. Minute 33: Die Scheibe läuft im Powerplay sehr gut. Tylor Spink nimmt sich den ersten Versuch. Minute 35: Richtig starkes Überzahl weiterhin und Höfflin küsst die Latte. Minute 38: Daumen drücken in Unterzahl – eigentlich nicht notwendig, denn die WILD WINGS arbeiten das stark weg.
Minute 43: Köln geht erstmals am heutigen Abend in Führung. Im Gegenstoß ist es erneut Nate Schnarr, der erfolgreich abschließt. Minute 45: Karachun versucht es im kurzen Eck, doch die Maske von Juvonen macht den Save. Minute 53: Wieder fehlen im eigenen Powerplay Zentimeter für WILD WINGS auf Augenhöhe. Minute 60: Diese Sequenz passt zu dieser Serie, wie die Faust aufs Auge. Jordan Szwarz fälscht die Scheibe ab und diese geht haarscharf am Tor vorbei. Auf der anderen Seite gelingt Aubry den Emptyneter. Game over!
Die Wisehockey Stats.
Die Stimme zum Spiel.
Steve Walker „Das Spiel wurde am Ende durch einen Turnover in der Offensive entschieden, den wir nicht verteidigen konnten. Köln hat das zu seinem Vorteil ausgenutzt. Es ist schwierig gegen sie nach Rückstand zurückzukommen, weil sie so gut verteidigen. Wir hatten ohne Goalie dann einige gute Möglichkeiten am Ende und das macht dann schlussendlich aus meiner Sicht den Unterschied, weil wir da nicht erfolgreich waren.“
Die Bildergalerie.
Der Ausblick.
Wir bleiben voll auf dem Gaspedal. Spiel 3 steigt am Sonntag in Schwenningen – volle Hütte und ein Spiel, dass dem Duell mit den Haien nochmals eine neue Richtung geben könnte. Kopf hoch, Brust raus und dann alles geben für Blau und Weiß.