16.09.2022 23:59

Auftaktsieg im Derby

Kategorie(n): Spielbericht | Autor: Krischan Läubin

Die WILD WINGS lieferten eine tiefe Mannschaftsleistung mit viel Qualität und spielerischen Highlights.

Die 10.378 Zuschauer sahen ein Lokalderby, das wenig Wünsche offen ließ. Mit zwei herrlichen Offensivaktionen und einem sehr stabilen Joacim Eriksson ebneten sich der Neckarstädter den Weg zum 2:1 Erfolg.

Klasse Auftakt.

Beide Teams schenkten sich in den ersten 20. Minuten rein gar nichts. Mannheim machte dabei ein richtig starkes Heimspiel, doch die Jungs vom Neckar waren voll auf der Höhe des Geschehens. Das verdeutlichte auch die Statistik. Schwenningen konnte im Auftaktdrittel einen Schuss mehr auf das Gehäuse der Adler abgeben und das trotz optischem Übergewicht der Hausherren.

Chancen gab es auf beiden Seiten in einem wirklich kurzweiligen Saisonstart. Gleich in der ersten Minute tanzte die Scheibe im freien Torraum hinter Adler-Goalie Felix Brückmann. Auf der anderen Seite zeigten Jordan Swarz und Matthias Plachta ihre Qualitäten. Die beste Chance hatte dann aber wieder ein WILD WING. Phil Hungerecker stahl das Spielgerät und setzte es Augenblicke später an den Außenpfosten.

Nur zwei Minuten später dann aber die schwenninger Führung. Miks Indrasis und Kenny Olimb brachten Kapitän John Ramage freie Bahn und der Mann mit der Nummer 55 verwandelte zum 1:0 [9. Spielminute].

Die Begegnung wogte temporeich hin und her und Brandon DeFazio konnte für die Neckarstädter eine Großchance verbuchen. Dann kam die Schlussoffensive der Adler, wobei Joacim Eriksson seine Klasse auch unter der Mithilfe des Torgestänges beweisen konnte. Damit blieb es bei der Führung für das Team von Harold Kreis.

Traumkombination baut Führung aus.

War Schwenningen im Auftaktdrittel schon stark, konnten sich die Neckarstädter im Mitteldrittel sogar noch weiter steigern. Die beste Gelegenheit bot sich Tyson Spink, der das Hartgummi an die Latte hämmerte.

Und hinten, da war auf Joacim Eriksson verlass, der einen Alleingang von David Wolf stabil stoppte. In diesem Derby war tatsächlich alles drin, auch die nötige Intensität, wie Letzgenannter im Duell mit WILD WINGS Verteidiger Will Weber bewies.

Eine Sensationskombination über Miks Indrasis, Kenny Olimb und Brendon DeFazio, der geschickt ins kurze Eck abschloss, brachte Schwenningen gar das 2:0 in der 38. Minute ein.

Knappe Nummer.

Wer in Mannheim zu Beginn des Schlussdrittels mit zwei Toren führt, weiß was einen erwarten kann. Das Team von Bill Stewart wollte sich nicht so leicht aus diesem Spiel begeben.

Zunächst zeigten beide Teams hervorragendes Unterzahlspiel, wobei Daniel Pfaffengut für Schwenningen einen brandgefährlichen Konter fahren konnte. Den nächsten zählbaren Abschluss hatte dann aber Mannheim durch Taro Jentzsch in der 50. Minute und so wurde die Partie eine noch intensivere Zerreißprobe.

Aus einer kontrollierten Defenivarbeit konnten die Gäste immer wieder für Entlastung sorgen und Tyson Spink hätte drei Minuten vor dem Ende beinahe den Deckel drauf gemacht, auf dieses Derby.

So blieb es bis zum Schluss kribbelig und erst als Joacim Eriksson den Schuss von Jordan Swarz entschärfen konnte, waren die Würfel gefallen und die Jungs vom Neckar durften sich von ihren mindestens 1.000 mitgereisten Anhängern für einen bärenstarken Auftritt feiern lassen.

Stimme des Spiels von Harold Kreis

„Man wird ja oft gefragt, ob es besser ist zu Hause oder Auswärts zu beginnen. Ich denke diese Frage beantwortet sich heute von alleine. Wir konnten hier ohne Druck aufspielen, haben uns viel vorgenommen vor der Partie und hatten Respekt vor der Spielweise von Mannheim. Dennoch wollten wir nicht zusehen, wie sie spielen sondern wollten selber auch mitgestalten, die Scheibe tief bringen und sie in ihrer Zone beschäftigen. Ich finde das haben wir gut gemacht, bis auf die letzten fünf sechs Minuten in jedem Drittel.“

Details zum Spiel

21.04.2024 04:23
- Wild Wings
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