Wie bist du mit dem Club in Kontakt gekommen und wie lief der Prozess bis zu deinem Wechsel zu den WILD WINGS ab?
Steve hat durch einen guten Freund und ehemaligen Mitspieler von mir, Zach Redmond, von mir erfahren. Der gesamte Prozess war großartig. Steve und ich haben uns während der Gespräche viel Zeit genommen, um uns gegenseitig besser kennenzulernen. Bisher haben mich alle sehr herzlich aufgenommen und mir das Gefühl gegeben, vom ersten Tag an Teil des Teams zu sein.
Du hattest eine beeindruckende Karriere als Spieler. Wie verlief der Übergang zum Trainer und was hat dich dabei am meisten geprägt?
Mein Weg ins Trainergeschäft begann bereits 2019, also noch vor meinem offiziellen Karriereende im Jahr 2021. Angefangen habe ich im Nachwuchshockey in meiner Heimat Utah, mit dem starken Wunsch, jungen Menschen sowohl im Eishockey als auch im Leben zu helfen. Der Sport bringt Herausforderungen mit sich und schafft ein besonderes Teamumfeld, aus dem man viel lernen kann.
Mein Vater war über 30 Jahre lang Trainer in Wisconsin, und ich habe aus erster Hand erlebt, wie erfüllend diese Aufgabe sein kann. Neben meinem Vater haben vor allem Troy Ward und Steve Myrland einen großen Einfluss auf mich gehabt – sowohl als Mensch als auch als Trainer. Sie haben mir gezeigt, wie Entwicklung aussieht, wie man Wissen vermittelt, wie man die eigenen Werte in die tägliche Arbeit einfließen lässt und worin der Unterschied zwischen Lehren und Coachen liegt.
Was sind aus deiner Sicht die wichtigsten Aspekte bei der Arbeit mit einer Gruppe junger Profisportler?
Wenn man mit Profispielern arbeitet, sind Kommunikation und Vertrauen entscheidend. Es ist wichtig, dass die Spieler verstehen, warum man bestimmte Dinge vermittelt und fordert. Dieses Verständnis und die Überzeugung der Spieler sind in einem Teamsport enorm wichtig.
Spieler werden sich nur dann voll einbringen, wenn sie Vertrauen in ihren Trainer haben, den Sinn hinter den Inhalten verstehen und sich gut abgeholt fühlen. Gerade die heutige Spielergeneration erwartet eine offene Kommunikation und einen professionellen Umgang mit Erwartungen und Rollen innerhalb des Teams.
Lehren und Vermitteln sind ein großer Teil deines Jobs. Gibt es Menschen oder Gewohnheiten – im oder außerhalb des Eishockeys –, die aus deiner Sicht entscheidend sind, um ein guter Lehrer zu sein?
Troy Ward und Steve Myrland, zwei meiner Freunde und Mentoren, sind wahrscheinlich die besten Lehrer, die ich jemals erlebt habe. Troy hat mir geholfen, das Spiel aus einer tieferen Perspektive zu verstehen und Inhalte besser zu vermitteln. Steve wiederum hat mir viel über Bewegung, Entwicklung und die Anpassung an die individuellen Bedürfnisse eines Athleten beigebracht.
Beide haben sehr unterschiedliche Herangehensweisen, sind aber herausragende Kommunikatoren. Sie verstehen es hervorragend, Inhalte Schritt für Schritt aufzubauen und komplexe Dinge für die Spieler verständlich herunterzubrechen.
Wer wird dich nach Schwenningen begleiten?
Meine Frau Sara und unser Sohn Leroy werden gemeinsam mit mir nach Schwenningen kommen. Wir freuen uns alle sehr darauf, die Menschen kennenzulernen, neue Beziehungen aufzubauen und Teil der Gemeinschaft zu werden.
Worauf freust du dich am meisten?
Als Familie freuen wir uns auf das Abenteuer, das vor uns liegt. Wir sehen darin die Chance, neue Menschen kennenzulernen, neue Freundschaften zu schließen und das Leben in Europa zu erleben.
Persönlich freue ich mich besonders darauf, mich als Trainer weiterzuentwickeln und von Steve, Stefan und dem gesamten Trainer- und Staffteam der WILD WINGS zu lernen. Es ist ein großes Privileg, mit Profispielern arbeiten und sie auf ihrem Weg begleiten zu dürfen.