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Anika Geiger
28.01.2026 17:30

Ein Traum geht in Erfüllung

Hendrik Kolbert ist als Athletiktrainer der deutschen Nationalmannschaft bei den Olympischen Winterspielen dabei.

Der Countdown läuft: Gemeinsam mit Hendrik Kolbert fiebern wir der Eröffnungsfeier bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Milano Cortina entgegen. Und eins steht fest: Die Vorfreude des Athletiktrainers und Teammanagers der WILD WINGS, Teil eines solchen Großereignisses sein zu dürfen, ist riesig. Wie seine Arbeit vor Ort aussehen wird, auf welche Mannschaften und Spieler er sich ganz besonders freut und weshalb die deutsche Nationalmannschaft befreit aufspielen kann, erzählt der gebürtige Sachse im Interview.

Es sind deine ersten Olympischen Spiele. Wie fühlt sich das an und wie groß ist die Vorfreude?

Ich kann es im Moment noch gar nicht so richtig fassen und bin noch voll im WILD WINGS Spielbetrieb. Ich glaube, diese richtige Aufregung kommt dann erst im Laufe der Woche, wenn es auch wirklich losgeht. Aber die Vorfreude ist definitiv riesengroß, weil da für mich nicht nur ein Kindheitstraum, sondern auch ein allgemeiner Lebenstraum in Erfüllung geht. 

Hat man vor Ort auch Zeit, um andere Spiele bzw. Sportarten anzuschauen?

Das weiß ich ehrlich gesagt noch gar nicht. Das hängt davon ab, wie unser Trainings- und Spielalltag aussieht und wie sich dies dann mit den Veranstaltungen vereinbaren lässt. Ich würde mir aber natürlich schon gerne auch andere Wettkämpfe anschauen, wenn sich irgendwo die Gelegenheit ergibt. Aber aktuell weiß ich noch nicht, ob es sich einrichten lässt.

Warst du schonmal in Mailand?

Nein. Um die Stadt ein wenig zu erkunden, müsste aber auf jeden Fall Zeit vorhanden sein. Bei einer WM haben wir beispielsweise ein Training am Tag und dann hat man am frühen oder späten Nachmittag ein wenig Zeit. Da hoffe ich dann schon, dass ich mir die Stadt anschauen kann. 

Ist die Arbeit für dich schwieriger, weil einige Spieler dabei sind, mit denen du noch nie zusammengearbeitet hast?

Grundsätzlich ist die Arbeit dieselbe. Man braucht als Athletiktrainer aber schon so ein kleines Vertrauensverhältnis zu den Athleten, damit sie dann auch wissen, ob er das umsetzen kann, was ich als Athlet brauche. Und das dauert halt immer ein bis zwei Tage. Aber so, wie sich das Team relativ schnell finden muss, hoffe ich auch, dass sich das Vertrauensverhältnis mit den Spielern entsprechend aufbaut und dass das dann am Ende gut funktionieren wird.

Wie ist der Trainingsrhythmus während den Spielen? Wie kombinierst du kollektives und individuelles Training?

Noch kenne ich den Trainingsrhythmus nicht. Ich habe noch keinen Plan für unsere Trainingszeiten etc. Ich kann nur vermuten, wie es ungefähr aussehen wird. Demnach würden wir eine Trainingszeit am Tag haben. Je nachdem wann wir das Training haben, sind wir zeitig genug in der Halle, sodass ich dann zuvor ein kollektives Warm Up mit den Jungs machen und sie gut aufs Eis vorbereiten kann, um Verletzungen zu vermeiden und die bestmögliche Aktivierung für die Spieler bereitzustellen. Darüber hinaus arbeite ich dann mit den Spielern natürlich auch noch individuell. Dies hängt von den Bedürfnissen der einzelnen Spieler ab und was diese brauchen. Von denen, die ich schon kenne und mit denen ich schon zusammengearbeitet hab, weiß ich natürlich mehr. Was die Jungs brauchen, die dann dazukommen und die ich noch nicht kenne, werden wir sehen. Aber da gibt’s dann immer noch einen kleinen Rahmen, wo man individuell mit den Jungs arbeiten kann. 

Merkt man einem Körper den olympischen Druck an – und wenn ja, wie?

Ich glaube, körperlich ist es weniger ein Druck. Wenn dann eher mental. Aber ich glaube, dass das deutsche Team keinen enormen Druck verspürt. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir bestmöglich abschneiden wollen, aber ich glaube, die Vorfreude ist für alle riesengroß und wenn man mit Spaß und guter Laune an die ganze Sache ran geht, kann man auch befreit aufspielen.

Wie schätzt du denn die Chancen der Deutschen Mannschaft ein?

Wie bei den WILD WINGS, werde ich auch hier keine Tipps abgeben. Aber ich bin ganz zuversichtlich, dass wir ein sehr gutes Turnier spielen werden.

Wer ist dein Top-Favorit?

Auf der einen Seite ist das relativ schwer einzuschätzen. Auf der anderen Seite gibt es natürlich die absoluten Top-Mannschaften wie Kanada oder USA. Auch Schweden ist wahnsinnig gut und durchgängig mit Top-Stars der NHL besetzt, weshalb sie sicherlich zum großen Favoritenkreis dazugehören.

Auf welchen Spieler und auf welchen Gegner freust du dich am meisten?

Ich kenne die amerikanische Nationalmannschaft ganz gut vom letzten Jahr. Da haben wir bei der WM schon in der Gruppe gegen sie gespielt. Neben einigen Spielern, die damals bereits Teil des Kaders waren, haben die Amerikaner jetzt natürlich nochmal deutlich aufgestockt. Es wird ein interessanter Gruppengegner, auf den ich mich sehr freue. Ich finde es auch schön, dass wir sie als letzten Gegner haben, weil ich glaube bzw. hoffe, dass es ein Duell um den Gruppensieg werden könnte. Spielertechnisch, freue ich mich natürlich wahnsinng auf die Edmonton Stars, wie z.B. Leon Draisaitl, mit dem ich zusammenarbeiten darf. Aber auch Connor McDavid live spielen zu sehen, wird vermutlich ein großes Highlight. Es ist bereits eine Augenweide, wenn man ihn im Fernsehen spielen sieht.  

Tags:  appinfo
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